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BUCHREZENSION II
     Peter W. Miller
     Herausgeber, Seattle Catholic

Die Letzte Schlacht Des Teufels:

 

Nachdem verschiedene Auseinandersetzungen und Skandale fortfahren, durch die Kirche zu toben und jedem Katholiken die Entscheidung über die richtige innerliche und äusserliche Antwort zur Krise überlassen, so müssen wir uns anstrengen, zwei ernsten und miteinander verwandten Versuchungen zu widerstehen.

Die erste ist, den richtigen Überblick über den gegenwärtigen Zustand des mystischen Leibes Christi zu verlieren, indem wir uns in ungeordneter Weise auf bestimmte Auswirkungen der Krise konzentrieren (z.B. klerikaler, sexueller Missbrauch, wenig Berufungen, schlechter Katechismus, Streit, etc.) oder mit Gewehrlaufblick auf ein betroffenes geographisches Zielgebiet schauen (z.B. "das ist nur ein amerikanisches Problem, aber Rom wird uns bald retten"). Diese Versuchung kann sich auch manifestieren in einer Bereitschaft, eine Situation oder Bedingung, die eher nur einem früheren Stadium des Problems entspricht, aber keine eigentliche Lösung ist, zu akzeptieren (oder gar dafür zu kämpfen).

Das zweite, damit verwandte Problem, ist die Versuchung, mit den Modernisten unter eine Decke zu gehen, indem man indirekt die übernatürliche Ordnung unter die natürliche stellt. Diese Tendenz kann bestehen, wenn zeitliche Handlungen Vorzug über dem Gebet und dem Opfer erhalten, oder, wenn den physischen Aspekten der unmoralischen Handlungen eines Priesters mehr Aufmerksamkeit und Wichtigkeit gegeben wird, als den spirituellen. In so einem Irrtum verstrickt zu werden und klerikale Widerständler auf strikt rationeller oder naturalistischer Basis anzugreifen, ist ein sicherer Weg zur Niederlage und spielt direkt in die Hände des Teufels. Besonders in einer naturalistischen Kultur, deren gefährliche Philosophie, angetrieben durch eine Götzenanbetung des "Fortschritts" und der "Entdeckung," in die Kirche eingedrungen ist (das, von Papst Paul VI erkannte "weltliche Denken"), kann es sehr schwierig werden, die rechte katholische Perspektive zu wahren.

Manchmal, wenn jemand verstrickt ist in die Schlachten und Hässlichkeiten der amerikanischen Version des Katholizismus, ist es nützlich, den Kopf ein bisschen aus dem Schützengraben zu erheben und sich umzusehen nach den wahren Ursachen, Aspekten und Zielen des grösseren Krieges. So eine Gelegenheit erhielt dieser Autor, als der Briefträger ihm ein Exemplar von Die letzte Schlacht des Teufels brachte — ein Buch, das einem eine Perspektive gibt, wie kein anderes.

Ein katholischer Blick auf die Geschichte

"Stellen Sie sich vor, mein lieber Freund, dass der Kommunismus nur das sichtbarste der Instrumente zur Unterwanderung ist, das gegen die Kirche und die Traditionen der göttlichen Offenbarungen benützt wird... Ich bin besorgt ob der Botschaften der seligen Jungfrau an Lucia in Fatima. Marias Beharren auf den Gefahren, die die Kirche bedrohen, ist eine göttliche Warnung vor dem Selbstmord der Veränderung des Glaubens in ihrer Liturgie, ihrer Theologie.... Der Tag wird kommen, an dem die zivilisierte Welt ihren Gott verleugnen wird, an dem die Kirche zweifeln, wie Petrus zweifelte. Sie wird versucht werden zu glauben, dass der Mensch Gott wurde.... In unseren Kirchen werden die Menschen vergeblich nach der roten Lampe suchen, wo Gott sie erwartet. Wie die, vor dem leeren Grab weinende Maria Magdalena, werden sie fragen: 'Wo haben sie Ihn hingebracht?'.... Ich höre um mich die Neuerer, die die heilige Kapelle abtragen wollen, die universelle Flamme der Kirche zerstören wollen, die ihren Schmuck zurückweisen und sie so weite bringen wollen, für ihre Vergangenheit Reue zu empfinden."1

In einer der erstaunlichsten Feststellungen, die aus dem letzten Jahrhundert stammen, waren das die Worte des damaligen Staatssekretärs Eugenio Kard. Pacelli, des zukünftigen Papstes Pius XII, so wie sie sein Biograph, Mons. Roche, aufzeichnete. Nicht nur wird der Kommunismus ganz klar als "Instrument der Subversion, um gegen die Kirche benützt zu werden" identifiziert, sondern es wird auch eine ernste Warnung vor der kommenden Verbreitung des Naturalismus ("die Kirche wird zweifeln, wie Petrus zweifelte. Sie wird versucht werden zu glauben, dass der Mensch Gott wurde") und der Veränderung des katholischen Glaubens, insbesondere betreffs "ihrer Liturgie." Hinzu kommt, dass alle diese Dinge in Verbindung stehen mitder "Seligen Jungfrau Botschaften an Lucia in Fatima."

Die Erscheinungen von Fatima nehmen einen speziellen und signifikanten Platz in der Geschichte der Menschheit ein — eine Signifikanz, die immer noch besteht. In der ganzen Geschichte sind bestimmte Schlüsselereignisse durch die übernatürlichen Kräfte starkt beeinflusst, ja sogar bestimmt worden — sosehr, dass jede Analyse, die solche Faktoren nicht auch bedenkt, unvollständig und ungenau ist.

Die Geschichte von einem Dutzend Männer, die aus einem Zimmer im ersten Stock herauskommen und tapfer der Verfolgung und dem sicheren Tod entgegensehen, während sie die Wahrheit unseres göttlichen Erlösers in vielen Sprachen verkünden, ist unvollständig ohne den göttlichen Beistand des Heiligen Geistes.

Die Geschichte eines Generals, der seine Gegner besiegt, die Kontrolle über das römische Reich erhält und ein Zeitalter der Freiheit für die Kirche einleitet, ist unvollständig ohne die himmlischen Anweisungen, die ihm in einem Traum übergeben wurden.

Die Geschichte einer, durch heidnische Götzenanbetung und satanische Menschenopfer versklavten Nation, die im Zeitraum von wenigen Jahren mit ihren Millionen zum katholischen Glauben konvertiert, ist unvollständig ohne den Besuch der seligen Jungfrau bei einem armen Bauern und dem wunderbaren Geschenk, das sie dem Land gab.

Die Geschichte der unterlegenen westlichen Flotten, die bei Lepanto gegen die mohammdanischen Horden ihren ersten grösseren Sieg zur See erringt, ist unvollständig ohne den starken Glauben eines dominikanischen Papstes und der glühenden Verehrung für den heiligen Rosenkranz, den er in vorhergegangenen Jahren verbreitet hatte.

Die Geschichte einer katholischen Nation, einst der Stolz der Christenheit, die den modernen Versuchungen unterliegt und eine Revolution erleidet, deren Schockwellen bis heute noch in der ganzen Welt zu fühlen sind, ist unvollständig ohne die Offenbarungen Seines Allerheiligsten Herzens, die unser Herr einer Klausurnonne gab.

Und die Geschichte einer Zeit, die damit begann, dass der systematische Atheismus die Gläubigen in zig Millionen folterte und tötete und die bis heute weitergeht, mit einer dezimierten Kirche, die unfähig ist, den unerhörten Holocaust der Abtreibungen entgegenzustehen und die profane Welt anfleht, doch auch als "Beiträger zur Kultur" anerkannt zu werden, ist bedrohlich unvollständig ohne den Besuch unserer Seligen Mutter und die Botschaft an drei Hirtenkinder in Fatima, Portugal.

Der Besuch, das Wunder und die Botschaft

Im Schicksalsjahr 1917, einige Monate, bevor die bolschewikische Revolution Russland ergreifen und die bekannte Welt mit Gewalt, Terror und Furcht unter dem Namen "Kommunismus" strangulieren würde, offenbarte unsere Liebe Frau von Fatima Schwester Lucia die Notwendigkeit der Weihe "dieser Nation" an ihr Unbeflecktes Herz und die Folgen für den Fall, dass dies nicht getan würde.

Statt eine Analyse der sozialpolitischen Faktoren, die zu einem Krieg beitragen, anzubieten, stellte die Gottesmutter einfach fest, dass der Krieg die Bestrafung für die Sünden der Menschheit wäre. Statt eine Lösung vorzuschlagen, die internationale Zusammenarbeit und den Dialog beinhaltet, sagte sie, dass Heilmittel im Aufbau der weltweiten Verehrung ihres Unbefleckten Herzens gefunden würde. Statt mögliche natürliche Lösungen zu diskutierten, befahl sie übernatürliche: Verehrung des Unbefleckten Herzens, tägliche Rezitation des heiligen Rosenkranzes und die Verehrung durch die fünf Sühnesamstage.

Seit damals, besonders seit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges, wurden die Botschaften von Fatima für so manchen mehr eine Peinlichkeit und eine Belastung, als ein Versprechen des göttlichen Beistandes. Die zwei speziellen Forderungen, die schliesslich das grösste Problem wurde, waren die Anweisung, den letzten Teil des geheimnisses der Botschaft von Fatima (drittes Geheimnis) zu veröffentlichen und der Befehl, dass der Papst und die Bischöfe der Welt Russland ihrem Unbefleckten Herzen weihen.

Angesichts einer erneuten Dringlichkeit während der letzten zwanzig Jahre, während die Feldzüge, um die Botschaften von Fatima zu revidieren, von offiziellem Schweigen und Ablenkung vom Thema übergingen auf offene und übertriebene Angriffe, hat das Niveau des Konfliktes zwischen den gegenwärtigen Hierarchen in der Kirche und der Gottesmutter einfacher Botschaft an drei Kinder das Ausmass von Hollywood Filmen erreicht — mit einigen Elementen, die zu himmelschreiend scheinen, um wahr zu sein:

Ein Geheimnis, das der Kirche zur Veröffentlichung 1960 anvertraut wurde, in der Morgendämmerung eines Revolutionskonzils, und das für vier weitere Jahrzehnte geheimgehalten wurde, um dann teilweise in inkonsequenter Weise veröffentlicht zu werden, mit Millione von Katholiken, die sich am Kopf kratzen und einer Beschreibung sogar skeptischer Atheisten als "verdächtig unterwältigend."

Eine diplomatische Politik der "Toleranz" und des "Dialoges" gegenüber anderen Regierungen und Religionen, die den Heiligen Vater davon abhält, ein einziges Wort ("Russland") auszusprechen, um kein politisches Desaster zu riskieren.

Eine Klausurnonne in ihren Neunzigern, die davon abgehalten wird, mit irgend jemandem über das Thema Fatima zu sprechen, aber scheinbar ihre Zustimmung zu denen gibt, die ihren Charakter beschmutzen.

Eine Organisation, die damit konfrontiert ist, dass Hunderte von Klerikern in den grauslichsten Perversionen schwelgen, die der Menschheit bekannt sind, aber ihre Anstrengungen und Mittel dazu aufwendet, die Priester und Individuen zu verfolgen, die ihre Revisionsvariante von Fatima oder ihre "Neuordnung" im allgemeinen nicht akzeptieren.

Selbst die grössten Anstrengungen, Fatima der Vergangenheit zuzuordnen und die Botschaft vom Ereignis zu trennen, sind zum Scheitern verurteilt. Es ist unmöglich, vor Generationen von Katholiken zu stehen, die mit Fatima aufgewachsen sind — eine einfache und schöne Geschichte einer Mutter, die ihre Kinder so liebte, dass sie auf die Erde kam und ihnen eine Botschaft der Hoffnung und die Mittel zum Erreichen derselben anbot — und sie dann aufzufordern, sie zu vergessen oder zuzulassen, wie die damit verknüpfte Botschaft revidiert und der ganze Zweck des Besuches und des Sonnenwunders damit in Frage gestellt wird. Angesichts von Kirchen, Schulen und religiösen Organisationen, die nach der Muttergottes von Fatima benannt sind, angesichts der kirchlichen Approbationen der Erscheinungen, angesichts der Einschiebung eines neuen Festes in den liturgischen Kalender, angesichts einer Reihe aufeinanderfolgender Päpste, die ihre Verehrung zu ihr zum Ausdruck brachten und angesichts der Seligsprechung von zweien der Seher, können und werden die Bemühungen einer Neuschreibung dieser wichtigen Botschaft nicht überleben. Denn, wenn diese "unbequemen" Teile der Botschaft von Fatima weder echt noch glaubwürdig sind, warum dann die Aufrufe zum Gebet und zur Busse? Oder, wenn mann keinem Teil der Botschaft trauen kann, warum dann die Erscheinung approbieren oder die Verehrung verbreiten? Sogar der Sender EWTN unterstrich:

"Die Seligsprechung von Jacinta und Francisco Marto am 13. Mai 2000 stellt den vorletzten Stand in der offiziellen kirchlichen Anerkennung ihrer Heiligkeit dar. Sie bringt auch eine weitere Bestätigung der Echtheit und des Wertes der Botschaft von Fatima."2

Die peinliche Berührtheit, die gegenüber der Botschaft von Fatima gezeigt wird, ist ziemlich genau das, was moderne Kirchenmänner gegenüber den Lehren vergangener Päpste und Heiligen empfinden. Kirchen sind nach ihnen benannt, sie werden im Gebet angerufen, ihre Seligsprechungen werden durchgeführt, aber ihre Lehren und Überzeugungen werden als überholt angesehen und den unersättlichen Götzen der "Entwicklung" geopfert. Dieses Scheinbekenntnis gegenüber dem katholischen Erbe versagt, wenn es auf Fatima ausgedehnt wird. Die Worte der seligen Jungfrau können nicht "entwickelt," neuinterpretiert oder "pastoral" neuformuliert werden. Entweder hat sie sie gesagt oder nicht, und man kann den Besuch oder das Wunder nicht von der Botschaft trennen. Der revolutionäre Blitzkrieg zur Neugestaltung der Kirche nach den Bedürfnissen und Wünschen des modernen Menschen, steht in Fatima einem katastrophalen Hindernis gegenüber — ein Thema, das die kirchlichen Neuerer verfolgt, wie kein anderes. Auch wenn vatikanische Beamte es vorziehen würden, nicht in Opposition zu Fatima gesehen zu werden, so kann man ihre Vorgangsweise in keinem anderen Lichte sehen.

Den Fall darstellen

Die letzte Schlacht des Teufels dient drei Hauptzwecken. Der erste ist ein Überblick, nicht nur über die Fatimabotschaft und -kontroverse, sondern die Kirchenkrise als ganzes. Im Gegensatz zu Werken, die den Blick der Analyse auf einen kurzen Zeitraum oder eine geographische Region begrenzen, deckt diese Analyse zahlreiche Ereignisse der letzten Jahrhunderte.

Noch nie zuvor sind so viele Themen in einer so geordneten Weise dargestellt worden. Von den päpstlichen Warnungen vor dem Liberalismus und Modernismus bis zu den neuen Einstellungen und Taktiken des Zweiten Vatikanums; vom detaillierten, freimaurerischen Plan, die Kirche zu unterwandern, bis zu den Eingeständnissen der vorhergehenden Infiltration der Seminare seitenes ehemaliger Kommunisten; von den Philosophien, die die katholische Revolution in den Sechzigerjahren beherrschten zu den klerikalen Homoskandalen heute; vom Versagen, das dritte Geheimnis zur vorgeschriebenen Zeit zu veröffentlichen bis zur fatimarevisionistischen Propagandakampagne, dieses Buch bringt das alles in Zusammenhang.

Der zweite Zweck ist, eine Anklage gegen hochrangige Kirchenmänner zu formulieren, die durch ihre Worte und Handlungen die Botschaft von Fatima abgedreht und die Erfüllung der Forderungen der Gottesmutter verhindert haben (besonders die Veröffentlichung des dritten Geheimnisses und die kollegiale Weihe Russlands).

Dieses Buch zögert nicht, Namen zu nennen und die Anklagen gegen die Betroffenen zu präzisieren, während der Fall dem Urteil der höchsten Autorität der Kirche vorgelegt wird.

Wie der Abbé de Nantes vor Jahren herausgefunden hat (und P. Nicholas Gruner jüngst), wird es über solche Angelegenheiten höchstwahrscheinlich in absehbarer Zeit kein solches Urteil geben, aber ein treuer Katholik hat keinen anderen Rekurs, da er keine Autorität hat, über seine Vorgesetzten ein Urteil zu fällen. Keine Erscheinung kann den katholischen Glauben ersetzen oder das unfehlbare Lehramt (tatsächlich ist das Abweichen von einem der beiden Grund für die Zurückweisung der Echtheit einer Erscheinung), und sie kann auch nicht als Ausrede benützt werden für ein Schisma oder die Anmassung päpstlicher Autorität. Da die Ansprüche in der Botschaft von Fatima in keiner Weise gegen den katholischen Glauben sind und sich nur mit spezifischen Ereignissen und Devotionen beschäftigen, sollte auch die Verbreitung der Botschaft nicht als Unterwanderung betrachtet oder behandelt werden (nebenbei bemerkt, das es leider immer noch der Wiederholung bedarf, mögen die Leser daran erinnert sein, dass der Ausdruck der Betroffenheit oder sogar das Vorbringen bestimmter Anklagen gegen Vorgesetzte nicht mit einem Urteil über sie gleichzusetzen sind).

Der letzte Zweck des Buches ist, zum Handeln aufzurufen, indem es eine Anleitung gibt, was jeder Katholik tun kann, um die Botschaft von Fatima zu verbreiten und ihrer Revision zu begegnen. Passenderweise ist die erste und wichtigste Methode das Gebet und der Gehorsam gegenüber jenen Teilen der Botschaft, die für jeden einzelnen von uns gelten. Es bringt nichts, andere zu beschuldigen, der Botschaft von Fatima nicht treu zu sein, wenn man selber, durch die eigene Nachlässigkeit im Gebet und der Verehrung dasselbe tut.

Apokalyptische Verzweigungen

Auf den ersten Blick schien der Titel des Buches ein bisschen deplaziert. Warum sollte ein Buch über die Botschaft von Fatima und die Korruption in der Kirche sich auf die apokalyptische Schlacht zwischen Gut und Böse konzentrieren? Obwohl der Titel am Anfang diesem Autor ungeeignet schien, so kann nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein. Wenn man die Kontroverse um Fatima bloss als Angelegenheit der "kirchlichen Hierarchie" oder der "modernen Philosophie" ansieht, dann geht man in die, am Anfang des Artikels erwähnte Falle.

Es ist weder der Autor, noch irgendwelche fragwürdigen Personen, die mit dem Hinweis auf den Kampf zwischen Gut und Böse die kritische Natur von Fatima unnötig übertreiben. Solche apokalyptischen Hinweise sind schon von zuverlässigen Quellen dargelegt worden.

Während der Seligsprechungszeremonie von Jacinta und Francisco Marto am 13. Mai 2000, bezog sich Papst Johannes Paul II. zweimal auf das 12. Kapitel des Buches der Apokalypse — zuerst im Zitat von Vers 1:

"Gemäss dem göttlichen Plan, kam 'eine Frau, bekleidet mit der Sonne' (Apk. 12:1) vom Himmel herunter auf diese Erde, um die privilegierten Kinder des Vaters zu besuchen.";3

Unnötig zu sagen, dass auch der erste Teil des Verses ("Und ein grosses Zeichen erschien am himmel...") auch Verbindungen zu Fatima haben könnte. Der Papst nahm dann Bezug auf Vers 4:

"Die Botschaft von Fatima ist ein Aufruf zur Bekehrung und warnt die Menschheit, nichts mit dem "Drachen" zu tun haben zu wollen, dessen "Schweif einen dritten Teil der Sterne vom Himmel fegte und auf die Erde warf" (Apok. 12:4)." 4

Katholische Kommentare haben gewöhnlich diese "Sterne des Himmels" in diesem Absatz als Referenz auf Kardinäle, Bischöfe und Priester der katholischen Kirche interpretiert. Schliesslich zitiert Schwester Lucia selbst eine zuverlässige Quelle in dieser Angelegenheit:

"Sie [die Gottesmutter] sagte mir, dass der Teufel in der Stimmung ist, für eine Entscheidungsschlacht gegen die Jungfrau. Und eine Entscheidungsschlacht ist eine endgültige Schlacht, in der eine Seite siegreich sein und die andere eine Niederlage erleiden wird. Daher müssen wir von jetzt an die Seiten wählen. Entweder sind wir für Gott oder wir sind für den Teufel. Da gibt es keine andere Möglichkeit."

Von Fatima heimgesucht

Während es einige Fälle gibt, in denen Die letzte Schlacht des Teufels sich mit Spekulationen aufhält, die nicht unmittelbar den angegebenen Quellen folgen, so sind die wesentlichen Grundthemen durch eine überwältigende Menge von Beweisen gestützt. Diese Beweise (meist aus dem Mund der Nonne, die die Muttergottes erwählt hatte, ihre Botschaft der Welt zu überbringen) sind der Grund, warum Fatima die Kirchenmänner, die diese Botschaft und die darin räpresentierten übernatürlichen Tugenden zurückweisen, heimgesucht hat und weiter verfolgen wird. Diese Botschaft wird nicht abtreten. Die schöne Geschichte einer liebenden Mutter, die drei Kinder besucht, kann von der Vision der Hölle, dem schrecklichen Wunder der Sonne, die auf die Erde zu stürzen drohte, dem unzeitgemässen Tod von zwei der drei Kinder oder den dringenden Warnungen vor Krieg, Verfolgung und Zerstörung für die Kirche und die Welt, nicht getrennt werden.

Als das 20. Jahrhundert zu Ende ging, wurde ein hingebungsvoller Versuch unternommen, Fatima davon abzuhalten, die kirchlichen Autoritäten und folgenden Päpste zu verfolgen. Jedes Mittel war recht, die "unpopulären" Gesichtspunkte von Fatima der Kirche in das neue Jahrhundert folgen zu lassen. Das wurde von Staatssekretär Angelo Kardinal Sodano eröffnet:

In einem Interview mit der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera, antwortete Kardinal Sodano, indem er darauf hinwies, dass die Botschaft von Fatima sich mit "den Päpsten des 20. Jahrhunderts" befasste. Nachdem nun dieses Jahrhundert zu Ende gegangen war, erklärte er, sah der Heilige Vater keinen Grund mehr, die Veröffentlichung zu verschieben. Zudem, sagte er, im Lichte der geschichtlichen Entwicklung, "enthalten die symbolischen Visionen nichts, das jetzt geheimnisvoll wäre."5

Das wurde von Sprechern der Kongregation für die Glaubenslehre wiederholt, die in ihrer, überhaupt nicht verbindlichen Interpretation der Sache, Fatima spezifisch in das letzte Jahrhundert schoben und das mindestens vierzehnmal, die erschreckend überoptimistische und naive Beobachtung machten:

"Die Entscheidung des Heiligen Vaters Papst Johannes Paul II., den dritten Teil des "Geheimnisses" von Fatima zu veröffentlichen, beschliesst einen Zeitabschnitt, der davon gezeichnet ist, dass sich menschliches Wollen auf tragische Weise mit Gewalt und Bosheit verbinden kann."6

Keine noch so grosse Menge an Presseerklärungen, Öffentlichkeitsarbeit oder heimlichen Interviews wird die Tatsache ändern, dass die Muttergottes gekommen ist, um die Kinder vor schrecklichen Tragödien zu warnen — Tragödien, die nicht völlig in der Vergangenheit liegen und Ereignisse enthalten, die weit bedeutender und reeller sind, als bestimmte kirchliche Autoritäten uns weismachen möchten.

Wenn wir wirklich der Gottesmutter von Fatima glauben, dann müssen wir auch ihrer Botschaft glauben, ihrer ganzen Botschaft:

Ihr habt die Hölle gesehen, wo die Seelen der armen Sünder hingehen. Um sie zu retten, wünscht Gott die Verehrung meines Unbefleckten Herzens auf der Welt zu etablieren. Wenn das, was ich euch sagen werde, getan wird, dann werden viele Seelen gerettet werden und es wird Friede sein. Der Krieg wird zu Ende gehen; Aber wenn die Leute nicht aufhören, Gott zu beleidigen, dann wird unter der Herrschaft Pius XI. ein schlimmerer ausbrechen. Wenn ihr die Nacht von einem unbekannten Licht erleuchtet seht, dann wisset, dass das das grosse, von Gott gegebene Zeichen ist, dass Er im Begriff ist, die Welt für ihre Verbrechen zu bestrafen und zwar durch Krieg, Hunger und Verfolgungen der Kirche und des Heiligen Vaters.

Um dies zu verhindern, werde ich kommen und die Weihe Russlands an mein Unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen verlangen. Wenn meine Forderungen erfüllt werden, wird Russland bekehrt werden, und es wird Friede sein; wenn nicht, dann wird es seine Irrtümer auf der ganzen Welt verbreiten und Kriege und die Verfolgung der Kirche verursachen. Die Guten werden zu Märtyrern werden, der Heilige Vater wird viel zu leiden haben, mehrere Nationen werden vernichtet werden. Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren. Der Heilige Vater wird Russland meinem Unbefleckten Herzen weihen und es wird bekehrt werden und eine Periode des Friedens wird der Welt gewährt werden. In Portugal wird das Dogma des Glaubens immer bewahrt werden etc.7

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NOTES:

  1. Mons. Georges Roche, Pie XII devant l'histoire (Editions Robert Laffont, Paris 1972). pp. 52f.
  2. http://www.ewtn.com/fatima/beatification 2. Okt. 2002.
  3. Papst Johannes Paulus II, "Predigt seiner Heiligkeit, Papst Johannes Paulus II — Seligsprechung von Francisco und Jacinta Marto, Hirten von Fatima," www.vatican.va, 13. Mai 2000, Fatima, Portugal.
  4. Ibidem.
  5. "A Secret Unveiled," Catholic World Report, Juni 2000.
  6. Kongregation für die Glaubenslehre, Die Botschaft von Fatima.
  7. Schwester Lucia, Fatima in Lucia's Own Words, "Fourth Memoir" (Postulation Center, Fatima, Portugal 1976), p. 162; Martins, P. Antonio Maria (ed.), Memorias e cartas da Irma Lucia (Missoes Consolata, Porto, Portugal 1976), pp. 340f. In Schwester Lucias eigener Handschrift finden sich nach dem "etc." keine "..."; Br. Michael von der Heiligen Dreifaltigkeit, Die ganze Wahrheit über Fatima, I., p. 182.

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