Haus SeiteDie Letzke Schlacht Des Teufels - RückblickDie Letzke Schlacht Des Teufels - Vorwort des HerausgebersBroschüreAnordnung Nun bei post Oder Kreditkarte

Vorwort


       Während des letzten halben Jahrhunderts entwickelte sich innerhalb der katholischen Kirche eine bizarre Geschichte, die ernste Auswirkungen auf die ganze Welt haben könnte.

       Wie dieses Buch darlegt, ist der Kern der Geschichte eine Botschaft des Himmels und daher eine Angelegenheit des Glaubens und der Glaubwürdigkeit. Dies mag den Eindruck erwecken, es ginge nur die Katholiken und die kirchliche Hierarchie etwas an, aber in dieser Geschichte steckt viel mehr, sehr viel mehr.

       Die Botschaft wurde auf eine, in der Kirchengeschichte einzigartige Weise übermittelt und ihre Form und Inhalt sind ebenfalls einzigartig. Das reiht sie in ihre eigene Klasse ein; Sie kann nicht in die weite Kategorie der anderen “Privatoffenbarungen,” die von verschiedenen Heiligen und Mystikern über die Jahrhunderte erfahren wurden, eingereiht werden. Wenn dies möglich wäre, wären die Nichtkatholiken und viele, sonst sehr devote Katholiken frei, sie ignorieren. Aber es ist für Katholiken unmöglich, diese besondere Botschaft zu ignorieren und es mag wohl unweise sein für alle andere auf diesem aufgewühlten Planeten.

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       Die erwähnte Botschaft wurde von seligen Jungfrau Maria 1917 drei Hirtenkindern in der Nähe der kleinen Stadt Fatima in Portugal übergeben. Weit entfernt von einem privaten Ereignis, wurde ihre Übergabe von einem, von 70.000 Leuten bezeugten, öffentlichen Wunder begleitet und in Schlagzeilen in Zeitungen weltweit berichtet. Keine anderen, nicht einmal die, mit den Heiligtümern in Lourdes in Frankreich und Guadalupe in Mexiko verbundenen Erscheinungen, wurden auf so spektakuläre Weise in ihrer Echtheit bestätigt. Das hebt diese Erscheinungen unter allen vorherigen Ereignissen dieser Art hervor, was nur einer der einzigartigen Aspekte von Fatima ist.

       Als der Inhalt der, von den Kindern empfangenen Botschaft bekannt gemacht wurde, war auch er einzigartig in den Annalen der Christenheit. Er enthielt eine Forderung wie auch eine Androhung von eventuellen Strafen, sollte die Forderung nicht erfüllt werden. Niemals zuvor wurde über eine solche Botschaft, weder privat noch öffentlich, von irgendwelchen Zeugen einer Erscheinung berichtet.

       Wie in jedem anderen Fall, unterwarf die Kurie die Ereignisse von Fatima einer gründlichen Untersuchung. Die Kirche zögert normalerweise, solche Angelegenheiten zu unterstützen, sintemal sie oft sehr subjektiv und schwer nachzuweisen sind. Im Fall von Fatima hat die katholische Hierarchie angefangen von portugiesischen Ortsbischöfen bis zu einer Reihe von Päpsten, allerdings die Erscheinungen in Fatima einstimmig als “glaubwürdig” erklärt. Papst Johannes Paulus II. ging so weit zu behaupten, dass die Botschaft von Fatima der Kirche eine “Verpflichtung auferlegt.” Diese einheitliche Approbation der Hierarchie über die Jahre hinweg, bestätigte unter den Gläubigen stärkstens die Überzeugung, dass die Erscheinungen in Fatima eine authentische Botschaft des Himmels überbracht hätten.

       Aber dann, am 26. Juni 2000, machte die Fatimageschichte eine seltsame Wendung. An diesem Tage hielten der, für die katholische Lehre im Vatikan zuständige Kardinal und sein unmittelbarer Untergebener eine Pressekonferenz ab, die die Los Angeles Times als “ein sanftes Herabsetzen des Fatimakultes” bezeichnete. Das Thema der Konferenz war, dass die Prophezeiungen von Fatima unter die “Privatoffenbarungen” einzureihen wären und in jedem Falle “der Vergangenheit angehörten.”

       Was war geschehen? Wie kamen die Erscheinungen in Fatima von ihrer öffiziell erklärten Glaubwürdigkeit zu dieser offiziellen Herabsetzung durch einen hochrangigen Kardinal? Und wie steht es nun mit der Botschaft mit ihrer Forderung und Androhung von Bestrafung? Das sind Fragen, die wohl jeder vernünftige Katholik angesichts des seltsamen Verhaltens der Kirchenführer in dieser Angelegenheit äussern könnte. Sobald man allerdings den Inhalt der Botschaft untersucht, ergeben sich ebenfalls Fragen, die jeder Mensch auf Erden haben könnte.

       Der Inhalt der Botschaft von Fatima befasst sich im Grossen und Ganzen mit Angelegenheiten der katholischen Religion, die sich gänzlich im Bereich des Glaubens und der Glaubhaftigkeit befinden. Dennoch hat ein Teil der Botschaft eine weitschichtigere Bedeutung und verlangt auch weitschichtigere Aufmerksamkeit. Das ist jener Teil, der eine Forderung enthält und vor einer Bestrafung warnt, wenn die Forderung nicht erfüllt wird.

       Die Forderung ist, dass Russland durch den Papst, zusammen mit allen katholischen Bischöfen der Welt dem Unbefleckten Herzen Mariae geweiht wird. Für diejenigen, die sich ausserhalb der Kirche befinden, mag dieses Ritual wenig Bedeutung haben. In der Kirche sind solche Zeremonien allerdings eine wohlbegründete Tradition. Weihen haben einen heiligenden Effekt und daher muss so eine Zeremonie in den Augen der Katholiken einen günstigen Effekt auf Russland haben.

       Natürlich kann nur die katholische Kirche so eine Zeremonie durchführen. Die Drohung, die die Forderung begleitet, erstreckt sich allerdings weit über die katholische Kirche hinaus. Wenn die Weihe vollzogen ist, so besagt die Botschaft, “wird der Welt eine Periode des Friedens gewährt werden.” Wenn sie aber nicht vollzogen wird, so warnt die Botschaft, dann werden, unter anderem, “mehrere Nationen vernichtet werden.”

       Ist das eine glaubhafte Drohung? Sollten Nichtkatholiken und Nichtchristen sich über so eine Angelegenheit Sorgen machen? Auf den ersten Blick möchte man vielleicht meinen, nicht, aber die Frage verdient eine genauere Untersuchung. Es ist nicht nötig zu glauben, dass diese Botschaft definitiv vom Himmel kommt, um sie einer ernsteren Betrachtung zu unterziehen. Das gibt Fatima seine globale Dimension.

       Da die Kurie die Erscheinungen als glaubwürdig eingestuft hat und die Vernichtung von Nationen auf dem Spiel steht, möchte man glauben, die Weihe wäre vor langer Zeit vollzogen worden. Schliesslich ist nur eine einfache und traditionelle Zeremonie voraussgesetzt, die offensichtlich niemandem schaden kann. Und wenn die Botschaft auch nur die leiseste Chance hätte, authentisch zu sein, dann könnte der Nutzen des Vollzuges der Zeremonie, so wie sie verlangt wurde, von unkalkulierbarem Wert sein. Unter diesen Umständen sollte auch der skeptischste der Aussenseiter die Weihe als “eines Versuches wert” ansehen.

       Dennoch wurde die Forderung von Fatima aus Gründen, die nur einer kleinen Gruppe von kurialen Beamten bekannt sind, nicht erfüllt, obwohl sie der Kirche mindestens sechs Jahrzehnte bekannt war. Immer und immer wieder wurden alle möglichen formellen Weihen vollzogen, einschliesslich einer, die Russland ausdrücklich nannte, aber in allen Fällen wurde die Erfüllung der spezifischen Voraussetzungen der Forderung von Fatima vermieden: nämlich, dass der Papst und die Bischöfe der Welt Russland namentlich in einer feierlichen öffentlichen Zeremonie weihen. Das jüngste Beispiel war 2001, in Rom, die Weihe der Welt durch Papst Johannes Paulus II. und 1500, zu Besuch gekommene Bischöfe. Viele Leute dachten, dass der Papst die Gelegenheit beim Schopfe packen würde, um die Fatimaforderung zu erfüllen, aber zu ihrer Enttäuschung wurde Russland nicht erwähnt.

       Sowohl für Eingeweihte als auch Aussenseiter scheint die Verfahrensweise der Kurie in dieser Angelegenheit merkwürdig inkonsistent mit seinen Normen und Traditionen zu sein. Scheinbar zeigt sie auch eine rücksichtslose Missachtung der Sicherheit, nicht nur der katholischen Gläubigen, sondern auch der übrigen Menschheit. Wenn die Drohung Fatimas echt ist, dann könnte der Preis für das vatikanische Zögern wahrlich sehr hoch sein - und die gesamte Menschheit würde ihn zahlen.

       Unter diesen Umständen muss sich jeder vernünftige Mensch fragen. warum die Kirche darin verharrt, die Botschaft zu ignorieren und solchermassen katastrophale Konsequenzen riskiert.

       Wie und warum dies geschieht, ist der Gegenstand dieses Buches. Die Geschichte, die hier erzählt wird, beinhaltet eine Mischung von Tatsachen und Angelegenheiten des Glaubens. Ungläubigen mögen die Tatsachen nicht endgültig beweisen, dass die Botschaft authentisch ist, aber sie sind sehr weitreichend - genug, um viele offene Menschen zu überzeugen, ihre Echtheit als reale Möglichkeit anzusehen. Und für die, die den katholischen Glauben teilen, gehen die Tatsachen noch viel weiter, beweisen die Echtheit und rufen alarmierende Fragen über den heutigen Zustand der kirchlichen Hierarchie hervor.

       Unsere Geschichte zeigt, dass der Vatikan einer Reihe von Veränderungen unterliegt, die ihn zuerst dazu brachten, Fatima zu bestätigen, dann zu bezweifeln, dann zu unterdrücken und schliesslich gänzlich aufzugeben. Diesen Prozess zu verfolgen ist schwierig, denn Vieles, was in der Kurie geschieht, läuft im Geheimen ab, und die offiziellen Einstellungen müssen aus oftmals kryptischen Äusserungen herausgelesen werden.

       Niemand kann in die Herzen und den Verstand der kurialen Beamten schauen, die sich verschworen haben, die Botschaft von Fatima auf diese Weise zu behandeln. Sie können nur durch ihre Handlungen beurteilt werden und durch die logischen Kosequenzen aus ihren zugegebenen Positionen. Wenn man letztere analysiert, so wie in diesem Buch, dann ergibt sich das beunruhigende Bild eine Kirche, die in sich gespalten ist mit einem Riss, der bis an die Spitze geht.

       Es gibt in dieser Geschichte eine ironische Seite, die den Ungläubigen nicht entgehen wird. Die, in diesem Buch erwähnten Tatasachen werden viele offen gebliebene Nichtkatholiken überzeugen, dass die Echtheit von Fatima wenigstens möglich ist. Wenn man dies von Aussenseitern behaupten kann, um wieviel überzeugender muss die Geschichte dann für Katholiken sein? Nichtsdestotrotz, während unsere Geschichte Skeptiker zur Einsicht bringt, scheint sie auf bestimmte kuriale Beamte die gegenteilige Wirkung zu haben. Ironischerweise sind einige Leute, die jetzt am wenigsten an Fatima glauben, eigentlich unter denjenigen, die am meisten glauben sollten. Überzeugungen, die einstmals im Zemtrum des katholischen Glaubens standen, werden jetzt aufgegeben, nicht von den Gläubigen, die in den Bankreihen bleiben, sondern von einigen der höchsten Autoritäten der Kirche.

       Eine weitere Ironie betrifft die Position des Papstes in dieser Angelegenheit. Wie alle seine Vorgänger seit die Erscheinungen in Fatima stattfanden, hat Johannes Paulus II. seinen Glauben an die Echtheit der Erscheinungen offen und wiederholt zum Ausdruck gebracht. Er hat das Heiligtum von Fatima dreimal besucht und schreibt sein Überleben nach einem Mordanschlag 1981 der Muttergottes von Fatima zu. Trotzdem scheint sogar der Papst unfähig zu sein, seine eigenen höchstrangigen Kardinäle daran zu hindern, eine sehr unterschiedliche Stellung zu Fatima einzunehmen.

       Es kann kaum Zweifel geben, dass die Konstrukteure der versöhnlichen Ostpolitik der Kurie die Botschaft von Fatima für inkonvenient halten. Es scheint allerdings immer noch unwahrscheinlich, dass diese diplomatischen Überlegungen alleine den Vatikan dazu bewegen könnten, eine Botschaft des Himmels zu ignorieren. Damit das geschieht, muss noch etwas am Werk sein, etwas das tiefer und dunkler ist, als weltliche Politik.

       Das tiefere und dunklere Leiden ist der eigentliche Gegenstand dieses Buches. Er zeigt auf, wiesehr die katholische Kirche auf eine Art und Weise, die viele Gläubige in Verwirrung gestürzt hat verändert wurde. Unterdessen sehen Aussenseiter eine Kirche, die den Anschein des normalen Wirkens aufrecht erhält, der die radikale Veränderung hinter dieser Façade maskiert.

       Oberflächlich gesehen, scheint die Kirche als eine Institution, die sich nur langsam und zögernd ändert. Der, durch das Zweite Vatikanum in den Sechzigerjahren begonnene Reformprozess führte zu nie dagewesenen Veränderungen in der Kirche, die Eingeweihten dramatisch geschienen haben mögen, aber für Aussenseiter fast unsichtbar waren (Messen in Muttersprache, Aufgabe der geistlichen Kleidung, etc). Im Vergleich mit weltlichen Tendenzen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, erschien die Kirche gegen Veränderungen gefeit, indem sie ihre Lehre in Gegenständen wie dem priesterlichen Zölibat, der Weihe von Frauen, der Geburtenregelung, der Scheidung und der Abtreibung aufrecht erhielt. Was diese Dinge anbelangt, scheint die Kirche immer noch fest auf ihren Positionen, die durch Jahrhunderte aufrecht erhalten hatte zu beharren.

       Aber soll das heissen, dass die vatikanische Führung entschlossen traditionalistisch ist? Aussenseiter, die sich auf die öffentlichen Äusserungen des Papstes verlassen, mögen wohl so denken, aber Eingeweihte wissen es besser. Die katholische Kirche ist nicht, was sie zu sein scheint, und der Abstand zwischen der öffentlichen Sicht und der eigentlichen Realität wird täglich grösser.

       Die berühmte monolithische Kirche ist überhaupt nicht mehr monolithisch; sie ist voller Sprünge, denen dieses Buch zu ihren Ursachen folgt.

       Viele katholische Beobachter haben festgestellt, dass in der nachkonziliaren Epoche einstmals von allen Katholiken geteilte Überzeugungen marginalisiert und zu Kultstatus reduziert wurden. Vor allem gilt dies für den Glauben an Erscheinungen, Wunder und Prophezeiungen. Jahrhundertelang hat die katholische Kirche viele Hundertschaften in den Rang der Heiligkeit erhoben, ein jeder von ihnen aufgrund der von ihrer Fürsprache erwirkten Wunder kanonisiert. Viele dieser Heiligen hatten Erscheinungen Christi oder der Jungfrau Maria. Die katholische Tradition bestätigt den Glauben in einen Dialog zwischen Himmel und Erde, der vermittelt wird durch seherische Heilige, die als Propheten ihrer Zeit gerufen, ihre Sprüche mit Wundern bestätigen. Weit entfernt davon, diesen Glauben beizubehalten, behaupten bestimmte Beamte der Kurie, dass “Privatoffenbarungen” als für den Glauben “nicht wesentlich” ignoriert werden können - einschliesslich der Erscheinungen von Fatima, trotz der dortigen Warnungen vor einer globalen Katastrophe.

       Im allgemeinen hat die nachkonziliare “Anpassung an die Zeit” in der katholischen Kirche die katholischen Glaubenssätze zu einem Kern schrumpfen lassen und selbst dieser Kern wird auf höchster Ebene bedroht.

       Tatsache ist, dass es nicht mehr länger möglich ist, klar festzustellen, was einige der obersten Beamten der Kurie wirklich glauben. Der Schlüsselbeamte in dieser Hinsicht ist der Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre. Traditionell war dieser Posten besetzt mit einem Mann, dessen Hingabe an die Erhaltung der katholischen Lehre absolut und unzweifelhaft war. Heute wird dieser Posten von Joseph Kardinal Ratzinger besetzt, einem Manne, dessen Äusserungen über die Lehre der Kirche so beladen sind mit Zweideutigkeiten, dass sogar theologische Experten nicht feststellen können, was er auf vielen Gebieten wirklich glaubt.

       All das kann den meisten Aussenseitern als irrelevant scheinen und in den meisten Punkten ist es das auch. Es ist nicht die Angelegenheit der Nichtkatholiken oder Nichtchristen, ob die Katholiken die traditionelle lateinische Messe besuchen oder die Neue Messe in Muttersprache, oder ob sie den Rosenkranz beten oder nicht. Was Kardinal Ratzinger über Punkte der katholischen Lehre denkt, hat für Aussenseiter keine Bedeutung.

       Aber was Kardinal Ratzinger über Erscheinungen, Wunder und Prophezeiungen denkt, ist wohl von Bedeutung. Es ist von Bedeutung, denn wenn er nicht an die Erscheinungen von Fatima glaubt, das Sonnenwunder abtut und die Prophezeiungen der Fatimabotschaft ignoriert, dann könnte er wohl die ganze Welt riskieren.

       Der Zusammnbruch des überlieferten Glaubens tritt so als die wahrscheinlichste Erklärung für das anderweitig unerklärliche Verhalten des Vatikans in Sachen Fatima hervor.

       Aussenseiter mögen sich wünschen, dass dies eine rein katholische Angelegenheit wäre, das ist es aber nicht. Man muss nicht Katholik sein, um sich über Gott zu fragen und wie Gott sich entscheiden möge, mit der Menschheit in Verbindung zu bleiben. Auch die Leute, die des Glaubens an eine bestimmte Religion entbehren, leugnen normalerweise nicht die Existenz Gottes, sie wissen nur nicht, ob Gott existiert. Wie kann in diesem Zustand der Unsicherheit irgendetwas ausgeschlossen werden? Gott könnte sich wohl entscheiden, durch die Botschaft von Fatima mit der Menschheit in Verbindung zu treten, so bizarr das auch manchen Leuten erscheinen mag. Wie die Bibel in ihrer Weisheit uns schon sagt: Gottes Wege sind nicht die unseren.

       Die letzte Frage ist daher nicht, was die katholische Kirche glaubt, sondern was dies für die gesamte Menschheit bedeuten mag. Diese Situation lädt jeden ein, Katholik oder nicht, Christ oder nicht, die Möglichkeit, dass die Fatimabotschaft echt ist, in Erwägung zu ziehen. So unwahrscheinlich es, oberflächlich betrachtet, sein mag, es gibt da schon einige überzeugende Stücke Evidenz, die diesen Gedanken unterstützen. Die erschöpfende Untersuchung durch den Vatikan selbst fand keine Art Inkonsistenz, Widerspruch oder Diskrepanz, die oft ein Ereignis dieser Art als ungültig erweisen. Stattdessen fanden sie, dass alles in Ordnung war. Sie bestätigten auch die einzigartige Natur des Sonnenwunders, ein Ereignis, dass Tausende bezeugten und für das es keinerlei wissenschaftliche Erklärung gibt.

       Als der Inhalt der Botschaft 1940 weiter verbreitet worden war, begannen sich weitere Argumente für seine Echtheit zu häufen. Die Botschaft enthielt eine Reihe von Prophezeiungen, von denen jede genau so eintraf, wie es gesagt worden war.

       Eine weitere Prophezeiung von Fatima ist das dritte Geheimnis. In diesem Buch enthaltene Evidenz weist deutlich auf die Vorhersage ernster Probleme in der Kirchenführung hin, Probleme, die eine unheimliche Ähnlichkeit mit dem, was heute in der Kirche geschieht aufweisen.

       Die meisten Katholiken waren durch die jüngste Flut von Aufdeckungen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen durch Mitglieder des Klerus schockiert. Dergleichen ist in der Kirchengeschichte ohne jeden Präzedenzfall, selbst im Mittelalter wo hochrangige Prälaten sich über den Zölibat lustig machten. In ihrer Suche nach einer Erklärung für diese erschreckende Situation, sollten Katholiken und andere wohl auf das, immer noch nicht veröffentlichte dritte Geheimnis schauen.

       In praktisch jeder anderen Ära der Kirchengeschichte, wären obersten Prälaten der Kurie unter den ersten gewesen, die eine, auf so überzeugende Weise geoffenbarte Botschaft des Himmels geglaubt hätten. Sie hätten kaum Zeit verloren, sie zu fördern und ihre Forderungen zu erfüllen.

       Indem sie diese Botschaft ignorieren, stellen sich diese Prälaten nicht nur ausserhalb der Reihen der Gläubigen, sondern auch ausserhalb der Reihen der Ungläubigen, die noch über ihren natürlichen Verstand verfügen, indem sie der Botschaft nicht einmal eine Chance geben gemäss dem “Nutzt es nichts, so schadet es nichts.”

       Die Bibel enthält ein überzeugendes Beispiel in dieser Hinsicht. Das Vierte Buch der Könige (5:1-15, in manchen Bibeln folgt es als Zweites Buch der Könige den Büchern Samuel) erzählt die Geschichte des Naaman, des Kommandanten der syrischen Armee, dessen König ihn zum Propheten Eliseus nach Israel schickte, um eine wundertätige Heilung seiner Lepra zu erreichen. Ohne ihm jemals zu begegnen, schickte Eliseus dem Naaman Anweisungen, siebenmal im Jordan zu baden, um geheilt zu werden. Naaman war empört, dass Eliseus nicht gekommen war, um sich persönlich um seine Heilung zu kümmern. Einfach nur im Jordan zu baden, konnte unmöglich vorteilhafter sein, als in einem der schönen Flüsse Syriens zu baden. Die Anweisungen des Propheten als bedeutungslos verwerfend, bereitete sich Naaman auf die Abreise vor, aber seine Berater brachten ihn davon ab. Sie meinten, wenn der Prophet von ihm verlangt hätte, irgendeine schwierige Aufgabe zu bewältigen, dann hätte Naaman gefolgt. Warum also nicht diese einfache Sache, die von ihm stattdessen verlangt worden war, durchführen? Tatsächlich sagten sie zu ihm: warum es nicht versuchen, wo es doch so eine einfache Sache wäre? Naaman war schliesslich einverstanden, es auf dieser Grundlage zu versuchen, und siehe da, nach seiner siebenten Waschung im Jordan verschwand seine Lepra.

       Es gibt eine erstaunliche Parallele zwischen diesem wundersamen Ereignis in der Bibel und der jetzigen Einstellung des Vatikans zur Weihe Russlands. Wie Naaman scheinen die kurialen Beamten nicht fähig zu sein zu glauben, dass etwas so Einfaches wie eine Weihe einen so gewaltigen Vorteil bringen könnte, wie einen echten Weltfrieden. Und sie sind in ihren Positionen so verhärtet, dass sie es nicht einmal zulassen, dass man die Kur ausprobiert, ungeachtet der, durch Jahrzehnte wiederholter Appelle von Millionen von Gläubigen und Tausenden im Klerus.

       Aussenseitern mag es unglaublich erscheinen, dass eine winzige Gruppe hochrangiger Zweifler eine, von so grossen Anzahlen an Gläubigen innigst gewünschten Handlung blockieren können. Um das zu verstehen, muss man die Struktur der Kirche kennen, die von einer Demokratie grundverschieden ist. Bischöfe der katholischen Kirche werden nicht von den Gläubigen ausgesucht, nicht einmal von ihren Vorgesetzten. Sie werden vom Papst erwählt und von ihm konsekriert oder (was üblich ist) von einem Bischof und die, durch diese Konsekration ihnen verliehene Macht kommt direkt von Gott. Einmal konsekriert, ist jeder Bischof einzig Gott Rechenschaft und unter Gott einzig dem Papst in Kirchenangelegenheiten den Gehorsam schuldig.

       In Anbetracht des Zeitgeistes und des Verwaltungsstiles des gegenwärtigen Papstes, scheint es ziemlich sicher, dass der Selbe keinen Befehl an alle Bischöfe richten wird, wenn unter ihnen nicht vorher schon ein Konsensus besteht.

       Das bedeutet letztlich, dass es den Bischöfen der Kirche überlassen ist, und das sind ungefähr 4500, freiwillig übereinzustimmen, ob sie die Weihe wie verlangt vollziehen. Angesichts ihrer weitläufigen Macht über Ernennungen, Beförderungen und anderer Privilegien, ist es für die kleine Gruppe im Vatikan leicht zu verhindern, dass ein solches spontanes Einverständnis jemals auftaucht.

       Heute ist es für Jedermann im katholischen Klerus offensichtlich, dass eine offene Erklärung über Fatima für jeden Priester, Bischof und sogar Kardinal eine einfache Fahrkarte in die Vergessenheit bedeutet. Daher schweigen die meisten Bischöfe in dieser Angelegenheit, egal was sie wirklich darüber denken. Das Gleiche gilt für Priester, die noch weit mehr empfänglich sind für eine Bestrafung wegen “politischer Unkorrektheit.”

       Dieses Buch erwähnt auch die unterdrückende Behandlung des “Fatimapriesters,” Nicholas Gruner, der sich unter grossen persönlichen Opfern der Verbreitung der Botschaft von Fatima gewidmet hat. Die Bemühungen des Vatikans, ihn zum Schweigen zu bringen, was sogar die Bedrohung mit der Exkommunikation einschloss, stehen in scharfem Kontrast zu der nachgiebigen Behandlung hunderter anderer Priester und sogar Bischöfen und Erzbischöfen, die sich in Anklagen der Kinderschänderei verwickelt haben. Der traurige Zustand der katholischen Kirche findet seinen höchsten Ausdruck in diesem Kontrast zwischen der Behandlung P. Gruners und dem, reserviert für katholische Kleriker, die ernster Verbrechen schuldig sind.

       Die katholische Kirche hält in ihren Händen ein Heilmittel, dass etwas vollbringen könnte, was sonst niemand imstande ist zu erreichen - nämlich dieser endlos in Kriege verwickelten Welt Frieden zu bringen.

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