Haus SeiteDie Letzke Schlacht Des Teufels - RückblickDie Letzke Schlacht Des Teufels - Vorwort des HerausgebersBroschüreAnordnung Nun bei post Oder Kreditkarte

         

Joseph Kardinal Ratzinger
Angelo Kardinal Sodano
Dario Kardinal
Castrillón Hoyos
Erzbischof Tarcisio Bertone

15. KAPITEL

Die Formulierung einer Anklage

       Die Katastrophe unter der die Kirche und die ganze Welt leidet ist allzu gross. In diesen ausserordentlichen Zeiten, wie schon in der Zeit der arianischen Krise müssen die Laien eine Last auf ihre Schulter nehmen, was in normalen Zeiten nie nötig wäre.

       Während der arianischen Krise verlor fast die ganze Hierarchie etwas so fundamentales, wie die Göttlichkeit Christi aus den Augen und die Laien mussten für wenigstens 40 Jahre um ihres Seelenheiles willen aufhören, den Autoritäten zu folgen. Es ist offensichtlich, dass eine vergleichbare Situation heute vorliegt.

       Mons. Klaus Gamber sagt:

       Gross ist die Verwirrung! Wer kann durch diese Dunkelheit noch klar sehen? Wo in unserer Kirche sind die Führer, die uns den rechten Pfad zeigen können? Wo sind die Bischöfe, die mutig genug sind, das Krebsgeschwür der modernistischen Theologie, das sich festgesetzt hat und das selbst an der Feier der heiligsten Geheimnisse nagt abzuschneiden, bevor der Krebs wächst und noch mehr Schaden anrichtet? Was wir heute brauchen, ist ein neuer Athanasius, ein neuer Basilius, Bischöfe wie die, die im vierten Jahrhundert mutig gegen die arianische Häresie kämpften, als fast die ganze Christenheit der Häresie erlegen war.336

       Als Glieder des Mystischen Leibes Christi, ist es unsere Pflicht, gemäss unserem Stand im Leben, positive Massnahmen zur Bekämpfung der Krise zu ergreifen. Wenn wir das tun, dann dürfen wir uns nicht abschrecken lassen von dem Ruf der falschen Frömmigkeit, der uns auffordert in jener schrecklichen Anmassung zu landen, dass “Gott die Kirche regiert,” jedenfalls nicht, wenn das heissen soll, dass die einfachen Katholiken nichts tun dürfen, um sich gegen die Irrtümer und Ungerechtigkeiten zu wehren, die von Mitgliedern der Hierarchie begangen wurden, sondern sich blind jeder Entscheidung der Autoritäten zu unterwerfen haben, egal wie destruktiv die Konsequenzen wären.

       Das ist nicht der katholische Weg. Das ist nicht, was die Gläubigen während der arianischen Krise taten und das ist nicht, was wir tun sollten. Unser Schweigen und unsere Zustimmung angesichts der laufenden Katsatrophe wäre zunächst einmal eine Ungerechtigkeit gegenüber der Kirche und dann ein Verrat an unserer heiligen Pflicht in der Gerechtigkeit als gefirmte Katholiken und Soldaten Christi.

       Und dann ist da unsere Pflicht in der Liebe gegenüber unseren katholischen Mitbrüdern, einschliesslich unserer Oberen in der Hierarchie. Wir haben eine Pflicht in caritate gegenüber unseren Oberen, uns gegen das, was heute in der Kirche geschieht zu wehren, selbst wenn das bedeutet, das wir es öffentlich tun.

       Wie der heilige Thomas Aquinas gelehrt hat: “Wenn der Glaube in Gefahr wäre, muss ein Untergebener seinen Prälaten auch öffentlich zurechtweisen.” Thomas stellt hier fest, dass die öffentliche Zurechtweisung eines Prälaten:

       nach anmassendem Stolz zu riechen schien; aber es ist keine Anmassung, sich in einer bestimmte Hinsicht für besser zu halten, denn in diesem Leben ist kein Mensch ohne irgendeinen Fehler. Wir müssen uns also daran erinnern, dass wenn ein Mann seinen Prälaten liebevoll zurechtweist, dann folgt daraus nicht, dass er sich irgendwie für besser hält, sondern dass er nur seine Hilfe anbietet jemandem, der “unter euch in einer höheren Stellung ist, daher auch in grösserer Gefahr ist,” wie der Heilige Augustinus in seiner Regel sagt.337

       Diese Lehre des Thomas reflektiert die einhellige Meinung der Heiligen und der Kirchenlehrer. Der Kirchenlehrer Robert Bellarmin sagte:

       Ebenso wie es legitim ist, dem Pontifex, der den Körper angreift zu widerstehen, so ist es auch legitim demjenigen zu widerstehen, der die Seele angreift oder der die zivile Ordnung angreift oder, vor allem, demjenigen, der versucht die Kirche zu zerstören. Ich sage, dass es legtim ist, ihm zu widerstehen, indem man nicht tut, was er anordnet und verhindert, dass sein Wille ausgeführt wird; allerdings ist es nicht legitim, ihn zu verurteilen, zu bestrafen oder abzusetzen, denn diese Akte sind die eigentlichen eines Oberen.338

       Ähnlich hat der eminente Theologe des 16. Jahrhunderts, Francisco Suarez (den Papst Paul V. als doctor eximius et pius - ausserordentlichen und frommen Lehrer - bezeichnete) gesagt:

       Und auf diese zweite Weise könnte der Papst ein Schismatiker sein, wenn er nämlich nicht willens wäre, mit dem ganzen Leib der Kirche in normaler Einheit zu sein, was passieren könnte, wenn er versuchte, die ganze Kirche zu exkommunizieren oder, wie sowohl Cajetan als auch Torquemada beobachten, wenn er wünschte, die Riten der Kirche, die auf der apostolischen Tradition beruhen umzustürzen.... Wenn er einen Befehl erteilt gegen die rechten Gewohnheiten, sollte man ihm nicht gehorchen; wenn er versucht, etwas was offensichtlich gegen die Gerechtigkeit und das Gemeinwohl geht zu unternehmen, dann wäre es rechtens ihm zu widerstehen; wenn er mit Gewalt angreift, kann er mit Gewalt abgewehrt werden, mit der Mässigung, die einer gerechten Verteidigung entspricht.339

       Wenn man sogar dem Papst legitim widerstehen kann, wenn er Handlungen setzt, die die Kirche schädigen, dann umsomehr so den Prälaten, die wir hier anklagen müssen. Wie der heilige Papst Felix III. erklärte: “Dem Irrtum nicht zu widerstehen, heisst ihn gutzuheissen; und die Wahrheit nicht verteidigen, heisst sie zu unterdrücken.” Alle Mitglieder der Kirche sind dem unterstellt.

       Wir haben daher eine Pflicht zu sprechen. Wir haben die Pflicht, dem Papst anzuzeigen, was wir in gutem Gewissen für eine wohlbegründete Anklage halten, nämlich dass die, in diesem Buch genannten Prälaten und viele ihrer Kollaborateure mit ihrem Angriff auf die Botschaft von Fatima für die Kirche und die ganze Welt enormen Schaden angerichtet haben und noch anrichten werden. Wir haben die Pflicht, den heiligen Vater zu bitten, dieses Verbrechen zu richten, von dem wir überzeugt sind, dass es diese Männer begangen haben.

       Wir legen damit unseren Fall Ihnen als Mitgliedern der katholischen Kirche zu ihrer Überprüfung vor. Was die Prälaten, die wir uns gezwungen sehen, anzuklagen angeht, so haben wir folgende Beweise vorliegen:

1. Angelo Kardinal Sodano:

       Als Staatssekretär ist Kardinal Sodano buchstäblich die mächtigste Person in der Kirche heute, besonders nach der Neuorganisation der Kurie unter Paul VI. Unter Beachtung der schlechter werdenden Gesundheit des Papstes ist Sodano de facto der Herrscher über die täglichen Angelegenheiten der Kirche.

       Es war daher Kardinal Sodano, der die Parteilinie über Fatima diktiert hat. Das wissen wir, denn:

       Erstens: Es war Kardinal Sodano, nicht der Papst, der am 13 Mai 2000 der Welt ankündigte, dass das dritte Geheimnis veröffentlicht würde, allerdings erst, nachdem ein “Kommentar” der Glaubenskongregation, über die auch er die letzte Kontrolle hat vorbereitet wäre.

       Zweitens: Es war Kardinal Sodanos “Interpretation” des dritten Geheimnisses, die in BF viermal zitiert wurde.

       Drittens: Einen Tag nach der Publikation von BF zeigte Kardinal Sodano deutlich seine Einstellung zur Neuorientierung, indem er Mikhail Gorbatschow in den Vatikan für eine Pseudopressekonferenz (keine Fragen erlaubt) einlud, während der dann Sodano, Gorbatschow und Kardinal Silvestrini ein Schlüsselelement der Neuorientierung priesen, das von Sodanos Vorgänger Casaroli intensiviert worden war, nämlich die Ostpolitik.

       Viertens: 1993 verhandelte Kardinal Cassidy als Räpresentant Kardinal Sodanos für die Erklärung von Balamand, in der zu lesen steht, dass die Rückkehr nach Rom “veraltete Ekklesiologie” ist, was demnach die Bekehrung Russlands zum katholischen Glauben auch wäre.

       Fünftens: Kardinal Sodano steckt hinter der Verfolgung von P. Nicholas Gruner, dem vielleicht führenden Expontenten der authentischen Botschaft von Fatima in der Kirche:

       P. Gruners grundlose “Suspendierung” wurde “auf Mandat höherer Autorität” am 12. September 2001 angekündigt. Über der Kongregation für den Klerus gibt es aber nur noch Sodano und den Papst.

       Dokumente, die fälschlicherweise P. Gruner denunzieren und auf Priester und Bischöfe Druck ausüben, die Konferenzen seines Apostolats zu vermeiden, wurden in der ganzen Welt von den apostolischen Nuntien, die dem Staatssekretariat unterstehen verteilt.

       Die Verfolgung P. Gruners begann 1989 mit dem, was sein damaliger Bischof als “besorgte Signale” aus dem Staatssekretariat bezeichnete. Auch wenn Sodano diese Situation “geerbt” hat, so hat er die Verfolgung fortgeführt.

2. Joseph Kardinal Ratzinger

       Erstens: Als Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre hat Ratzinger bei unzähligen Gelegenheiten seinen Einsatz für die Neuorientierung der Kirche erklärt, die er, nachdem er Präfekt geworden war, in seinem Buch als ein “Niederreissen der Bastionen” bezeichnete.

       Zweitens: In Übereinstimmung damit hat Ratzinger offen seine Ansicht kundgetan, dass Pius IX. und Pius X. in ihren unfehlbaren Verurteilungen des Liberalismus “einseitig” waren und das ihre Lehre vom Zweiten Vatikanum widerlegt wird.

       Drittens: Weiterhin erklärt er, dass die katholische Kirche nicht länger versucht, alle Protestanten und Schismatiker zu bekehren und dass die kein Recht hätte, ihre “Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften” zu absorbieren, sondern für sie in einer “Einheit in der Verschiedenheit” Platz machen muss. Das ist unvereinbar mit der Weihe und Bekehrung Russlands und mindestens der Häresie verdächtig.

       Viertens: Durch den folgenden exegetischen Betrug, versucht Kardinal Ratzinger in BF den authentischen katholischen prophetischen Inhalt der Botschaft zu zerstören:

  • Er strich die Worte “Am Ende” von der Prophezeiung: “Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.”
  • Er strich ausserdem die unmittelbar folgenden Worte: “Der Heilige Vater wird mir Russland weihen, und es wird konvertiert werden, und eine Periode des Friedens wird der Welt gewährt werden.”
  • Nach dieser Manipulation der Worte der Muttergottes, erklärt er dann, dass der (vorhergesagte zukünftige) Triumph des Unbefleckten Herzens nur ihr fiat vor 2000 Jahren, in dem sie zustimmt die Gottesmutter zu werden betrifft.
  • Dadurch ignorierte er absichtlich die Prophezeiung der Jungfrau von vier Ereignissen, die die Weihe Russlands und seine Bekehrung umgeben und reduzierte sie absichtilich zu einem einzigen Ereignis, nämlich ihrem fiat.
  • Was die Verehrung des Unbefleckten Herzens angeht, von der Unsere Liebe Frau von Fatima sagte, dass Gott sie auf der Erde verbreitet sehen will, wagte er zu sagen, dass die Verehrung des einen und einzigen Unbefleckten Herzens nichts weiter bedeutet, als ihrem Beispiel zu folgen und durch “innere Einheit” mit Gott sein eigenes “unbeflecktes Herz” zu erhalten.
  • Durch diese groteske und lästerliche “Interpretation” setzt Kardinal Ratzinger die Muttergottes selbst herab, um jegliche Verbindung zwischen der Verehrung des Unbefleckten Herzens in der Welt und der Bekehrung Russlands zur katholischen Religion zu trennen, obwohl diese Bekehrung ja der wirklichen Verehrung des Unbefleckten Herzens vorangehen muss, denn die russisch-orthodoxe Religion anerkennt die Unbefleckte Empfängnis ja nicht.

       Fünftens: In Übereinstimmung mit der Parteilinie behauptet Ratzinger in BF, dass wir “mit Kardinal Sodano bestätigen müssen, dass die ‘Geschehnisse, auf die sich der dritte Teil des Geheimnisses von Fatima bezieht, nunmehr der Vergangenheit anzugehören scheinen’” und in dem gescheiterten Attentat von 1981 ihren Höhepunkt fanden.

       Sechstens: Kardinal Ratzinger widersprach offen seiner eigenen Aussage von 1984 - drei Jahre nach dem Papstattentat - dass das dritte Geheimnis eine “religiöse Prophezeiung” ist betreff der “Gefahren für den Glauben und das Leben der Christen und daher der Welt.” Bei dieser Gelegenheit deutete Ratzinger in keiner Weise an, dass das Geheimnis mit dem Attentat von 1981 etwas zu tun hätte.

       Siebentens: In Fortsetzung der Parteilinie, machte Ratzinger sich die Mühe, anlässlich der Pressekonferenz vom 26. Juni 2000, P. Gruner zu kritisieren und der Weltpresse mitzuteilen, dass er sich “dem Magisterium unterzuordnen” hätte und akzeptieren muss, dass die angebliche Weihe von 1984 eine wirkliche war. Gemäss Kardinal Ratzinger muss P. Gruner sich also der Parteilinie unterwerfen. Kardinal Ratzingers Anspruch ist falsch, denn es gabe keine bindende Aussage des Magisteriums.

       Achtens: Kardinal Ratzinger missbrauchte seine Position als Präfekt der Glaubenskongregation, um den fälschlichen Eindruck theologischer Wichtigkeit und Gültigkeit einer schamlosen Zerlegung der Botschaft von Fatima zu verleihen - einer so offensichtlichen Bemühung, dass sogar die Los Angeles Times ihrem Bericht über BF und die Pressekonferenz den Untertitel gab: “Der vatikanische Obertheologe macht die Erzählung einer Nonne über ihre Vision von 1917, die Jahrzehnte der Spekulation förderte, sanft nieder.”

3. Monsignor Tarcisio Bertone

       Als Sekretär der Glaubenskongregation folgte auch Bertone der, von Kardinal Sodano diktierten Parteilinie.

       Erstens: Mons. Bertone machte sich des nachweislichen Betruges schuldig, indem er in BF sagte: “Schwester Lucia bestätigte persönlich, dass dieser feierliche und universale Weiheakt dem entsprach, was Unsere Liebe Frau wollte (‘Sim, està feita, tal como Nossa Senhora a pediu, desde o dia 25 de Março de 1984’: ‘Ja, es ist so geschehen, wie es Unsere Liebe Frau am 25. März 1984 erbeten hatte’: Brief vom 8. November 1989). Jede Diskussion und jegliches weiteres Bittgesuch [um die Weihe] haben daher kein Fundament.” Dieser Betrug ist nachweisbar, denn der zitierte Brief war auf einem Computer ausgedruckt, den die alte Schwester Lucia nicht benützt und er enthielt einen Fehler, den sie nicht gemacht haben könnte, nämlich dass Papst Paul VI. anlässlich seines Fatimabesuches 1967 eine Weltweihe vorgenommen hatte, wenn er doch nichts geweiht hatte. Mons. Bertone verliess sich absichtlich und einzig auf den offensichtlich geschwindelten Brief von 1989, obwohl er im April und Mai 2000 Zugang zu Schwester Lucia hatte und sie um ihr eigenes Zeugnis hätte bitten können.

       Zweitens: In der Folge der Parteilinie wagte Bertone in BF zu sagen: “Die Entscheidung des Heiligen Vaters Papst Johannes Paul II., den dritten Teil des ‘Geheimnisses’ von Fatima zu veröffentlichen, beschliesst einen Zeitabschnitt, der davon gezeichnet ist, dass sich menschliches Wollen auf tragischen Weise mit Gewalt und Bosheit verbinden kann.” Das ist eine rücksichtslose und betrügerische Behauptung, die die Wirklichkeit ignoriert und zur gegenwärtigen Bedrohung der Kirche und der ganzen Welt beiträgt.

       Drittens: Als Antwort auf den anwachsenden öffentlichen Zweifel über die Vollständigkeit der Veröffentlichung des dritten Geheimnisses und die Weihe Russlands, inszenierte Bertone in heimliches “Interview” mit Schwester Lucia in ihrem Konvent in Coimbra, dessen angebliche Resultate für mehr als einen Monat nicht hergezeigt wurden. Obwohl das “Interview” angeblich mehr als zwei Stunden dauerte, wurden nur 44 Wörter, die mit der Weihe Russlands und dem dritten Geheimnis zu tun haben ausser jedem Kontext publiziert, sodass es unmöglich ist festzustellen, was sie gefragt wurde und geantwortet hat.

       Viertens: Unter anderen unglaublichen Sachen sollen wir auch folgendes glauben:

  • Schwester Lucia nahm ein lebenslanges Zeugnis zurück, dass die Muttergottes die Weihe Russlands durch den Papst und alle Bischöfe forderte und nicht die Weihe der Welt durch den Papst und ein paar Bischöfe.
  • Schwester Lucia “bestätigt” alles, was in BF steht, einschliesslich der Behauptung, dass sie die Vision des dritten Geheimnisses aud frommen Büchern zusammengeworfen hätte und dass Edouard Dhanis ein hervorragender Kenner von Fatima wäre.
  • Schwester Lucia “bestätigt,” dass der Triumph des Unbefleckten Herzens nichts mit der Weihe und Bekehrung Russlands zu tun hätte, sondern nur mit dem fiat der Muttergottes vor 2000 Jahren.

       Fünftens: Weder ein Transskript, noch eine Bandaufnahme des zweistündigen “Interviews” wurde zur Verfügung gestellt, sondern nur eine italienische Zusammenfassung in L'Osservatore Romano, unterschrieben von Mons. Bertone und angeblich auch Schwester Lucia, die kein Italienisch spricht.

       Sechstens: Obwohl er ein mehr als grosses Interesse haben musste, Schwester Lucia von der Parteilinie zu überzeugen, führte Mons. Bertone das “Interview” selbst.

4. Dario Kardinal Castrillón Hoyos

       Die grundsätzliche Rolle des Kardinals in dieser Angelegenheit war die Durchführung der Parteilinie und der Neuorientierung der Kirche durch die Ausnutzung seiner Position als Präfekt der Kleruskongregation, das Fatimaapostolat und P. Gruner zu desavouieren, um so das grösste “Nest” des Widerstandes gegen die Parteilinie auszulöschen.

       Erstens: Trotz einer Krise des Glaubens und der Disziplin im Klerus der ganzen Welt, hat Kardinal Hoyos mehrere Verurteilungen, Mitteilungen der “Suspendierung” und sogar eine Androhung der Exkommunikation von P. Gruner herausgegeben, obwohl dieser Priester kein Verbrechen gegen den Glauben und die Moral begangen hat.

       Zweitens: Die einzigen Priester, die von Kardinal Hoyos strikten Disziplinärmassnahmen unterworfen wurden, sind “traditionalistische” Priester, von denen er meint, sie wären “ungenügend in die heutige kirchliche Realität integriert,” das heisst die Neuorientierung, die er weit sorgfältiger durchsetzt, als die moralische und dogmatische Integrität der Priester.

       Drittens: Am 16. Februar 2001 sandte der Kardinal P. Gruner einen weiteren Brief, in dem er die Androhung der Exkommunikation erneuert und verlangt, er solle seine Kritik an Kardinal Sodano und andere Angelegenheiten der freien Meinungsäusserung in der Kirche, so im Fatima Crusader “öffentlich zurückziehen,” eine Aufforderung, die absolut lächerlich ist im Lichte der universalen Verbreitung häretischer Literatur, die von untreuen Priestern und Bischöfen ohne Eingreifen des Kardinals verbreitet wird.

       Viertens: In demselben Brief offenbarte Hoyos sein Motiv für die Förderung der Parteilinie, indem er P. Gruner dafür anklagt, dass er die neue Version von Fatima nicht akzeptiert:

       Die allerseligste Jungfrau erschien den drei kleinen Sehern in der Cova da Iria am Anfang des Jahrhunderts und beschrieb ein Programm für die Neuevangelisierung, für das sich die ganze Kirche einsetzt, und dass in der Morgendämmerung des dritten Jahrtausends noch dringender ist.

       Die Muttergottes von Fatima sagte nichts über eine Neuevangelisierung.

5. Alle Angeklagten

       Die hier präsentierte Evidenz zeigt, dass alle vier Angeklagten sich zusammengetan und verschworen haben, um verschiedene Handlungen zu setzen, die keinen Sinn ergeben, ausser sie werden im Lichte des hier bewiesenen Motivs gesehen: die, im traditionell katholischen Sinne verstandene Botschaft von Fatima aus dem Gedächtnis der Kirche zu eliminieren, um den Weg freizumachen für eine Neuorientierung der Kirche, die mit der Botschaft nicht koexistieren kann.

       Die Angeklagten haben versucht, sich der Botschaft in genau jenem Moment der Geschichte zu entledigen, in dem die Übereinstimmung der Kirche mit ihren Forderungen das verhindern würde, was jeder als herannahende globale Katastrophe sehen kann. Die Zivilautoritäten der Welt, die nur über fehlbare Informationen verfügen, sind weise genug, sich auf das schlimmste vorzubereiten. Aber die Angeklagten, die im Besitz himmlischer und unfehlbarer Informationen über die kommende Vernichtung mehrerer Nationen sind, erzählen uns, dass die Information sich nur auf vergangene Ereignisse bezieht, wahrscheinlich unzuverlässig ist und in jedem Fall ohne Gefahr unbeachtet bleiben kann.

       Währenddessen ist die Evidenz überwältigend, dass die Angeklagten immer noch einen Teil dieser unfehlbaren Informationen, der genau auf ihre Handlungen als Ursache einer gigantischen Kirchenkrise hinweist, geheim halten.

6. Elf Lügen

       Die Evidenz zeigt, dass die Angeklagten wenigstens elf, voneinander unterschiedener Lügen schuldig sind. Ihre Lügen haben bereits der Kirche und der Menschheit grossen Schaden verursacht und sie bedrohen jeden Mann, jede Frau und jedes Kind mit noch grösserem Schaden, wovor die Jungfrau von Fatima selbst gewarnt hatte.

       Lüge no. 1:

Die am 26. Juni 2000 veröffentlichte Vision des “in Weiss gekleideten Bischofs” ist das gesamte dritte Geheimnis.

       Diese Lüge beraubt die Kirche und die Welt der offensichtlichen prophetischen Warnungen der Vision, die nur in den fehlenden Worten der Jungfrau erklärt werden können. Die fehlenden Worte würden nicht nur die Vision erklären, sondern uns auch erklären, wie man die vorhergesagte zukünftige Katastrophe vermeidet.

       In einer Demonstration krasser Verlogenheit, erzählen die Angeklagten uns einerseits, dass die Vision symbolisch zu verstehen sei, nämlich als Darstellung der Verfolgung der Kirche im 20. Jahrhundert, während sie sie auf der anderen Seite wortwörtlich als Darstellung des gescheiterten Attentates gegen den Papst 1981 interpretieren. Sie missachten einfach Schwester Lucias eigene Worte in der Vision, nämlich, dass der Papst getötet wird. Sie missachten auch die Worte Schwester Lucias in einem angeblichen Brief vom 12. Mai 1982, obwohl sie ihn in BF als Evidenz benützen! In diesem Brief, der angeblich ein Jahr nach dem Attentat geschrieben worden war, warnte Schwester Lucia: “Und wenn wir die Erfüllung des letzten Teils der Prophezeiung noch nicht gesehen haben, so nähern wir uns ihr mit grossen Schritten.”

       Indem sie die Worte der Jungfrau, die dem dritten Geheimnis deutlich fehlen zurückhalten, berauben die Angeklagten uns der kostbaren himmlischen Führung in dieser Zeit einer unerhörten Kirchenkrise, während sie versuchen, ihre eigene Rolle in dieser Krise, die das Geheimnis zweifellos preisgibt, zu verschleiern versuchen.

       Lüge no. 2:

Das dritte Geheimnis schildert Ereignisse, die “der Vergangenheit angehören,” einschliesslich des gescheiterten Papstattentates.

       Das Bemühen, die Vision einer den Papst und die Hierarchie betreffenden zukünftigen Katastrophe (inklusive einer öffentlichen Hinrichtung) als nichts mehr als ein gescheitertes Attentat in der Vergangeheit zu interpretieren, ist der, in diesem Verbrechen offensichtlichste Betrug. Wie wir schon dargestellt haben, ist diese Lüge der gefährlichste Teil des diskutierten Verbrechens, da sie die gesamte Kirche auf den schnellsten Pfad in den Untergang führt, indem sie alle Gläubigen auffordertt, sich nicht weiter mit den wichtigen prophetischen Warnungen, die sich noch nicht erfüllt haben zu beschäftigen.

       Dieser - in seiner Gewagtheit fast lächerliche - Betrug wird durch Kardinal Ratzingers eigene Beschreibungen des Inhaltes des dritten Geheimnisses von 1984 entlarvt. Damals sagte Ratzinger nichts von dieser jetzigen “Interpretation,” die offensichtlich eine jüngste Konstruktion ist, um die Gläubigen irrezuführen.

       Lüge no. 3:

Die Botschaft von Fatima bietet kein bestimmtes Rezept an für die gegenwärtige Krise der Kirche und der Welt, ausser der allgemeinen Frömmigkeit in der Form des Gebetes und der Busse und des “reinen Herzen” Seins.

       Die Angeklagten und ihre Kollaborateure wollen vorgeben, dass Unsere Liebe Frau von Fatima nicht durch den Willen des allmächtigen Gottes Selbst die folgenden Forderungen stellte: die Weihe Russlands an das Unbefleckte Herz Mariae durch den Papst zusammen und gleichzeitig mit allen katholischen Bischöfen der Welt; die Verehrung der fünf ersten Samstage, einschliesslich der Sühnekommunionen für die Sünden der Menschen gegen das Unbefleckte Herz.

       Die Evidenz zeigt, dass diese Forderungen des Himmels durch die Angeklagten und ihre Kollaborateure begraben wurden, denn solche Forderungen sind viel zu explizit katholisch für die neue ökumenische und weltliche Orientierung der Kirche, die sie stur verfolgen und fördern. So werden genau jene Mittel, die Gott uns vorgeschrieben hat, um besondere Gnaden in dieser Zeit für die Rettung der Seelen vor der Hölle zu erwirken, verbrecherischerweise dem Blick entzogen.

       Lüge no. 4

Die Forderungen der Jungfrau von Fatima wurden alle beachtet.

       Im Gegenteil, ihre Forderungen wurden von den Angeklagten missachtet. Die Angeklagten und ihre Mitarbeiter haben in ihrer Arroganz eine Weltweihe, an der wenige Bischöfe teilnahmen für die Weihe Russlands ausgegeben. Sie haben das, was die Muttergottes auf die Autorität ihres göttlichen Sohnes forderte “zurechtgerichtet,” damit es in ihre wertlosen und gescheiterten menschlichen Pläne und Initiativen passt.

       Statt die Bekehrung Russlands und den Triumph des Unbefleckten Herzens Mariae und die von Gott befohlene Sühne für die begangenen Sünden zu suchen, haben die Angeklagten an der betrügerischen Neuverpackung der Botschaft von Fatima als einem schalen und bedeutungslosen “Programm der Neuevangelisierung” teilgenommen.

       Wie wir gezeigt haben, missachtet “die Neuevangelisierung” die Lehre der Kirche, dass nicht nur die Russisch-Orthodoxen, sondern alle Schismatiker, Häretiker zur katholischen Kirche zurückkehren müssen und dass die Moslems, Juden und Heiden ebenfalls die Bekehrung, den Glauben an Jesus Christus und die Taufe brauchen, um vor der Hölle bewahrt zu werden.

       Lüge no. 5:

Der alarmierende Zustand der Kirche und der Welt ist das beste, was wir von dem vorgegebenen “Gehorsam” gegenüber der Botschaft von Fatima erwarten können.

       Es ist verbrecherisch zu versuchen, den Gläubigen weiszumachen, dass der gegenwärtige Zustand Russlands und der Welt auf irgendeine Weise die Erfüllung der Versprechen der Muttergottes von Fatima räpresentiert. Auf diese Weise werden die Kirche und die Welt ungeahnter geistlicher und weltlicher Segnungen beraubt, die Gott uns zukommen liesse, würde man nur der Botschaft von Fatima gehorchen und sie respektieren. Wie erhielten eine Demonstration dieser Segnungen in dem Falle Portugals, dass in der Folge seiner Weihe an das Unbefleckte Herz 1931 auf wunderbare Weise in eine katholische Sozialordnung verwandelt worden war, ein Resultat, von dem der Patriarch von Lissabon sagte, wäre das gleiche für die ganze Welt, würde man nur Russland weihen. Es ist ausserdem Blasphemie, den grässlichen geistlichen und moralischen Zustand Russlands und der Welt dem Triumph des Unbefleckten Herzens zuzuschreiben.

       Lüge no. 6:

Die Botschaft von Fatima bietet ausser dem Gebet und der Busse keine konkrete Lösung für die Krise der Kirche und der Welt an.

       Hier werden die genauen Forderungen der Gottesmutter absichtlich und betrügerisch geheimgehalten, damit niemand die kirchlichen Autoritäten bittet, ihnen zu folgen. Dieses betrügerische Verschweigen der vom Himmel verschriebenen geistlichen Hilfen hat die Kirche und die Welt ungezählte Verluste gekostet.

       Lüge no. 7:

Wir können nichts gegen die, von Unserer Lieben Frau in Fatima vorhergesagte grosse Bestrafung, einschliesslich der Vernichtung mehrerer Nationen, unternehmen, ausser durch individuelles Gebet und Busse.

       Die Angeklagten verbergen auf diese Weise willentlich vor der Kirche und der Welt zwei präzise Mittel, die der Himmel zum Schutz vor irdischem Schaden und zum Erhalt ausserordentlicher Gnaden in dieser Epoche der Kirchengeschichte angeordnet hat: nämlich die Weihe Russlands und die weitverbreitete Praxis der Sühnesamstage.

       Die Angeklagten bringen auf diese Weise die Kirche und die Gesellschaft kaltblütig, absichtlich und rücksichtslos auf den selben Pfad, den der unglückliche König von Frankreich einschlug, nach dem er die Aufforderung, Frankreich in einer feierlichen und öffentlichen Zeremonie dem Herzen Jesu zu weihen, in den Wind geschlagen hatte.

       Die Ermordung des Königs von Frankreich durch die Revolutionäre 1793 spiegelt das Schicksal, dass den Papst und viele Mitglieder der Hierarchie, wie man in der Vision des dritten Geheimnisses sieht, erwartet wieder. Dieses zukünftige Ereignis bemühen sich die Angeklagten verbrecherisch als das gescheiterte Attentat auf den Papst 1981 zu interpretieren.

       Lüge no. 8:

Die Botschaft von Fatima ist eine “reine Privatoffenbarung,” die den Gliedern der Kirche keinerlei Pflicht auferlegt, sie zu glauben oder ihr zu folgen.

       Wie Kardinal Ratzinger in BF behauptet, ist die Botschaft von Fatima nichts mehr oder weniger als “eine angebotene Hilfe, die zu gebrauchen man aber nicht verpflichtet ist.” So erklärt der Kardinal öffentlich, dass die Kirche nicht verpflichtet ist, die Forderungen der Jungfrau von Fatima zu erfüllen. Die anderen Angeklagten stimmen damit überein.

       Während die Angeklagten uns aber weismachen wollen, das niemand der Botschaft von Fatima glauben oder ihr folgen muss, hat der Papst selbst erklärt, dass die Botschaft “der Kirche eine Pflicht auferlegt.”

       Lüge no.9:

Die Botschaft von Fatima ist letztlich von geringer Wichtigkeit in ihren prophetischen Details, während das dritte Geheimnis “kein grosses Mysterium,” “keine Überraschung” und keine Warnungen über die Zukunft enthält.

       Durch diese Lüge werden die Gläubigen verbrecherisch um die himmlischen Warnungen und Rezepte von grösster Wichtigkeit für die Kirche in unserer Zeit betrogen. Wäre die Botschaft von Fatima beachtet worden, hätte man unkalkulierbaren temporalen und spirituellen Schaden vermeiden können. Dadurch, dass sie diese Lüge fortsetzen, überlassen die Angeklagten die Kirche und die Welt schutzlos der kommenden grossen Bestrafung ausgeliefert.

       Lüge n. 10:

Die Angeklagten selbst glauben an die authentische Botschaft von Fatima.

       Während sie sich hinter einer Maske des Glaubens an die Botschaft von Fatima verstecken, offenbaren die objektiven Worte und Taten der Angeklagten einen systematischen Versuch, den Glauben an den explizit katholischen und prophetischen Inhalt der Botschaft zu hintergehen und zu zerstören. Sie offenbaren ihre wahren Absichten, indem sie Dhanis als “hervorragenden Gelehrten” bezeichnen, obwohl er doch jeglichen prophetischen Aspekt der Botschaft dem Zweifel ausgesetzt hatte. Indem sie Dhanis als ihre grosse Autorität zitieren, signalisieren die Angeklagten ihren “illuminierten Brüdern,” dass sie die Botschaft von Fatima für ein frommes Gebräu von Schwester Lucia halten, deren Behauptung, mit der Jungfrau über die Weihe und Bekehrung Russlands und so weiter gesprochen zu haben, von den “erleuchteten” Männern der nachkonziliaren Kirche nicht wirklich ernst genommen werden kann.

       Die Unterlassung der Angeklagten, offen zuzugeben, dass sie nicht an die echte Botschaft von Fatima glauben, während sie behaupten, sie zu interpretieren, ist nicht nur reinstes Pharisäertum, es ist auch ein himmelschreiender Betrug an der Kirche. Sowie vor Gericht Richter und Geschworene irgendwelche Vorurteile gegen den vorliegenden Fall offenbaren müssen, so sollten auch die Angeklagten ihre Vorurteile offen zugeben, bevor sie an eine objektive Interpretation heranschreiten.

       Lüge n. 11:

Katholiken, die mit den Angeklagten über die Botschaft von Fatima uneins sind, sind gegenüber dem “Lehramt ungehorsam.”

       Unter dem Begriff “Lehramt” meinen die Angeklagten nichts anderes als ihre Meinungen über die Botschaft von Fatima, Meinungen die dem widersprechen, was der Papst selbst gesagt und getan hat, um die Echtheit der Botschaft zu garantieren, jüngst mit der Eingliederung des Festes der Jungfrau von Fatima in den liturgischen Kalender der Kirche.

       So sind ironischerweise die Angeklagten dem Lehramt ungehorsam, wenn sie versuchen, Fatima auf das Niveau einer rein privaten Offenbarung, die von der ganzen Kirche ohne Risiko missachtet werden kann herabzusetzen.

       Wie kann man die Schwere dieses Verbrechens überhaupt einschätzen, das von denen begangen wird, die mit ihren Fehldarstellungen und Versteckmanövern eine himmlische Botschaft der Jungfrau für das zeitliche und ewige Wohl ihrer Kinder begraben? Dieses Verbrechen ist jenseite aller Einschätzung, da es nicht nur zeitlichen Schaden, sondern den Verlust ungezählter Seelen bedeutet, die man durch die Beachtung der Forderungen der Jungfrau retten hätte können. Die Muttergottes von Fatima selbst überführt sie ihrer Tat: “Wenn meine Forderungen erfüllt werden, werden viele Seelen gerettet werden und es wird Frieden geben.” Ihre Forderungen wurden nicht erfüllt und diese Männer (samt ihrer Kollaborateure) sind für die Konsequenzen gegenüber der Kirche, der Welt und Millionen von Seelen verantwortlich, die dadurch der Gnaden beraubt wurden, die die Muttergottes von Fatima im Namen ihres Sohnes für sie vorbereitet hatte.

       Warum sind die Angeklagten und diejenigen, die mit ihnen um die Durchsetzung der Neuorientierung der Kirche kämpfen so hartnäckig in ihrer Verweigerung etwas so einfaches zu tun, wie es die Muttergottes von Fatima verlangt hatte? Warum bewegen sie Berge, nur um das Aussprechen eines einzigen Wortes - Russland - in einer öffentlichen Weihe “dieses armen Landes” zu verhindern? Was haben wir zu verlieren, wenn wir die Forderung der Jungfrau buchstabengetreu ausführen ohne irgendwelche von vatikanischen Diplomaten und Ökumenisten aufgezwängten Hinzufügungen? Nichts! Was haben wir zu gewinnen? Alles!

       Es gibt einfach keine legitime Erklärung für so einen perversen Widerstand gegen die Weihe Russlands mit Namensnennung. Irgendwas Unnatürliches ist hier am Werk. Ohne die subjektiven Motive der Angeklagten zu beurteilen, wird man zur Schlussfolgerung gezwungen, dass ihre anderweitig einfach sinnlose und unerklärliche Weigerung, ein einziges Wort auszusprechen - jenes das die Jungfrau gefordert hatte - das Ergebnis eines übernatürlichen Eingriffes in die Kirche ist. Es handelt sich um einen Eingriff des Widersachers selbst, der, wie Schwester Lucia gesagt hatte, “in der Stimmung ist, eine endgültige Entscheidungsschlacht gegen die selige Jungfrau zu führen.” Diese endgültige Schlacht beinhaltet das Eindringen jener organisierten Kräfte in die Kirche, die schon seit langem ihren Ruin suchen. Angesichts dieser entsetzlichen Entwicklung, war selbst Paul VI. gezwungen, sich öffentlich zu beklagen, dass “der Rauch Satans in den Tempel Gottes eingedrungen ist.”

       Ob sie es nun subjektiv wollten oder nicht, so haben die Angeklagten auf eine Weise gehandelt, die nur den Zielen des schlimmsten Feindes der Kirche dient. Die Resultate ihrer Handlungen sprechen für sich selbst. “An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen” (Mt. 7:16). Was ind die Früchte ihrer Regierung der Kirche? Schauen Sie einfach auf den Zustand der Kirche heute und Sie werden die Antwort kennen.

Wir bitten um Ihr Urteil

       Der Zeitpunkt ist nun gekommen, zu dem Sie Ihr Urteil abegeben sollten. Wie wir am Anfang gesagt haben, können wir Sie nicht um ein Urteil im juridischen Sinne bitten, denn das können weder Sie noch wir. Wir bitten Sie nur um Ihr Einverständnis als Söhne und Töchter der Kirche, dass das was die Angeklagten begangen haben, eine Eingabe an den Heiligen Vater rechtfertigt, den jetzigen oder seinen Nachfolger, das was objektiv ein Verbrechen gegen die Kirche und die Menschheit ist zu verfolgen und Schritte zu unternehmen.

       Wir glauben, dass die von uns präsentierte Evidenz eine Pflicht auferlegt, die von einem guten Katholik nicht ignoriert werden kann. Es ist nicht weiter möglich, an diesem kritischen Punkt der Schlacht um die Kirche und die Welt neutral zu bleiben. Wir haben Ihnen die Evidenz gezeigt und sie ist überwältigend. Nachdem Sie die Evidenz gesehen haben, müssen Sie Sich entscheiden.

       Wir beten darum, dass Ihre Entscheidung sein wird, uns in unseren - wenn auch armseligen - Bemühungen beizustehen, um langsam das, was so schief gegangen ist, wieder geradezurichten. Wir selbst sind in diesem grossen Drama von Fatima von geringer Wichtigkeit, aber wir arbeiten für Diejenige, die durch den Willen Gottes hier im Zentrum steht.

       Eine praktische Handlung, die Sie sofort setzen können, ist die in Appendix I gedruckte Petition an den Heiligen Vater zu photokopieren und zu unterzeichnen und sie dann an den Verleger dieses Buches zu schicken, der sie dem Heiligen Vater zusenden wird.

       Die Petition ist gleichzeitig eine Zusammenfassung der wichtigsten Ansprüche aus diesem Buch und man kann Photokopien davon auch jenen schicken, die für die Lektüre des ganzen Buches keine Zeit haben.

Notes:

336 Klaus Gamber, The Reform of the Roman Liturgy (Foundation for Christian Reform, Harrison, New York 1993), p. 113.

337 Thomas Aquinas, Summa Theologiae, II-II, q. 33, a. 5.

338 Robert Bellarmin, De Romano Pontifice, II, 29. Anm. d. Übers.: Rückübers. aus dem Engl.

339 Francisco Suarez, De Fide, Disp. X, Sec. VI, No. XVI. Anm. d. Übers.: Rückübers. aus dem Engl.


          

Continue Kapitel

Bestellen Sie Die letzte Schlacht des Teufels:

Order On-Line Now Get The Printable Order Form
Bestellen Sie
On-line:
Rufen Sie Mail Order

Benützen Sie Ihre Kreditkarte für eine rasche Zustellung.

At: 1-800-954-8737 und wir werden uns freuen, Ihre Kreditkarte anzunehmen.

Klicken Sie hier, um das Bestellformular zusammen mit Ihrem Scheck oder Überweisung an uns zu senden.