Haus SeiteDie Letzke Schlacht Des Teufels - RückblickDie Letzke Schlacht Des Teufels - Vorwort des HerausgebersBroschüreAnordnung Nun bei post Oder Kreditkarte

1. KAPITEL

Die Botschaft und das Wunder

Die Statue der Muttergottes von Fatima, die gemäss der Beschreibungen der drei Seherkinder geschnitzt wurde, wird am 13. Mai zur Freude und Begeisterung der frommen Pilger, die den grossen Platz füllen in der Prozession getragen. Unten sieht man ein weiteres Bild der Prozession und im Hintergrund die Basilika von Fatima.

       Gott verschwendet keine Wunder. In der ganzen Heilsgeschichte - von Josue bis zu Moses, zu den 12 Aposteln, den Heiligen der katholischen Kirche während der Jahrhunderte - hat Gott für einen hervorragenden Zweck Wunder gewährt: nämlich als göttliche Bestätigung für einen Zeugen, der dieses Wunder in Seinem Namen erfleht. Wenn Gott einen Zeugen erwählt und dann ein echtes Wunder mit der Aussage dieses Zeugen assoziiert, dann können wir sicher sein, dass der Zeuge glaubwürdig ist. Gott gewährt keine Wunder, um für irgendwelche unzuverlässigen Zeugen zu garantieren; Gott erwählt keine unzuverlässigen Zeugen.

       Nein, Gott verschwendet keine Wunder. Umsoweniger verschwendet Gott ein, von 70.000 Zeugen, Gläubigen so wie Ungläubigen, wahrgenommenes öffentliches Wunder, das nochdazu genau in jenem Moment, den die drei Zeugen, deren Aussagen bezweifelt worden waren, drei Monate vorher angekündigt hatten: Lucia dos Santos und ihre Cousins, Francisco und Jacinta Marto.3

       Man schreibt den 13. Oktober 1917. Auf einer kärglichen Weide, bekannt als Cova da Iria, haben sich 70.000 Leute versammelt, um das Ereignis eines Wunders zu erleben. Das ist in sich schon erstaunlich. Denn niemals zuvor in der Heilsgeschichte hat ein Seher Monate zuvor angekündigt, dass ein öffentliches Wunder an einem bestimmten Ort und Zeitpunkt stattfinden wird. Niemals zuvor hat sich eine riesige Menge versammelt, um ein vorhergesagtes öffentliches Wunder zu bezeugen. Doch ist es genau das, was an diesem Tag geschah.

       Warum an diesem Tag? Weil Lucia dos Santos und ihre Cousins, Francisco und Jacinta Erscheinungen von “der Dame” an jedem 13. des Monats seit dem davorliegenden Mai erlebt hatten. Die Dame war ihnen über einer Stecheiche in der Cova erschienen und mit jedem Mal hatte sich die Menge der Anwesenden vergrössert. Aber Zweifel über die Wahrhaftigkeit der Seher waren auch gewachsen, so wie die Verulkung und Verfolgung der Seher und ihre Familien in einer Zeit, in der Portugal unter Kontrolle eines atheistischen und freimaurerischen politischen Regimes stand.

       Und dann, am 13. Juli 1917, hatte die Dame ihnen etwas gezeigt, was sie erschrecken und für immer verändern und zu den Heiligen machen würde, die ihr Leben (im Falle von Francisco und Jacinta einem kurzen solchen) damit verbringen würden, für die Sünder zu beten und zu opfern. Wie Lucia in einer Aussage, die die katholische Kirche als glaubwürdig eingestuft hatte, sich erinnert, zeigte die Dame ihnen die Hölle:

       Sie breitete ihre Hände noch einmal aus, so wie sie es schon während der zwei vorhergehenden Monate getan hatte. Die Lichtstrahlen schienen die Erde zu durchdringen und wir sahen so wie es war, ein Meer des Feuers. In dieses Feuer eingetaucht waren die Dämonen und die Seelen [der Verdammten] in menschlicher Form, wie durchsichtige brennende Scheite, alle schwarz oder gebrannte Bronze, einher strömend in der Feuersbrunst, einmal in die Luft gehoben durch die Flammen, die aus ihnen selbst herauskamen zusammen mit grossen Rauchwolken, dann wie Funken in riesigen Feuern auf jeder Seite zurückfallend, ohne Gewicht oder Gleichgewicht, inmitten von Schreien und Stöhnen des Schmerzes und der Verzweiflung, die uns mit Schrecken erfüllten und vor Furcht zittern liessen. (Es muss dieser Anblick gewesen sein, der mich aufschreien liess, wie die Leute behaupteten, mich gehört zu haben). Die Dämonen konnten [von den Seelen der Verdammten] unterschieden werden durch ihre schreckliche und abstossende Ähnlichkeit mit unbekannten Tieren, schwarz und transparent wie glühende Kohlen.4 Diese Vision dauerte nur einen Moment. Wie können wir jemals unserer lieben himmlischen Mutter ausreichend danken, die uns schon vorbereitet hatte, indem sie uns bei ihrer ersten Erscheinung versprochen hatte, uns in den Himmel zu holen. Ansonsten, denke ich, wären wir aus Furcht und Schrecken gestorben.5

       Nachdem sie den Kindern das Schicksal der Verdammten gezeigt hatte, was als der erste Teil des grossen Geheimnisses von Fatima angesehen wird, vertraute die Dame den Kindern den zweiten Teil an. Jedermann, inklusive jener Mitglieder der römischen Kurie, die der Brennpunkt dieser Präsentation sind, stimmt darin überein, dass der zweite Teil des Geheimnisses, so wie er in den Tagebüchern Schwester Lucias niedergeschrieben wurde, der folgende ist:

       Ihr habt die Hölle gesehen, wo die Seelen der armen Sünder hingehen. Um sie zu retten, wünscht Gott die Verehrung meines Unbefleckten Herzens auf der Welt zu etablieren. Wenn das was ich euch sagen werde getan wird, dann werden viele Seelen gerettet werden und es wird Friede sein. Der Krieg wird zu Ende gehen; Aber wenn die Leute nicht aufhören, Gott zu beleidigen, dann wird unter der Herrschaft Pius XI. ein schlimmerer ausbrechen. Wenn ihr die Nacht von einem unbekannten Licht erleuchtet seht, dann wisset, dass das das grosse, von Gott gegebene Zeichen ist, dass Er im Begriff ist, die Welt für ihre Verbrechen zu bestrafen und zwar durch Krieg, Hunger und Verfolgungen der Kirche und des Heiligen Vaters.

       Um dies zu verhindern, werde ich kommen und die Weihe Russlands an mein Unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen verlangen. Wenn meine Forderungen erfüllt werden, wird Russland bekehrt werden und es wird Friede sein; wenn nicht, dann wird es seine Irrtümer auf der ganzen Welt verbreiten und Kriege und die Verfolgung der Kirche verursachen. Die Guten werden zu Märtyrern werden, der Heilige Vater wird viel zu leiden haben, mehrere Nationen werden vernichtet werden. Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren. Der Heilige Vater wird Russland meinem Unbefleckten Herzen weihen und es wird bekehrt werden und eine Periode des Friedens wird der Welt gewährt werden. In Portugal wird das Dogma des Glaubens immer bewahrt werden etc. Sag es Niemandem, Francisco, ja, ihm kannst Du es sagen.6

       Diesen Dingen fügte die Dame die dringende Forderung hinzu, dass die Katholiken am Ende jedes Geheimnisses des Rosenkranzes das folgende Gebet hinzufügen: “Oh mein Jesus, vergib uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle. Führe alle Seelen in den Himmel, besonders diejenigen, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.” Im Gehorsam an die Forderung der Dame und als Zeugnis für die Echtheit ihrer Erscheinungen in Fatima, hat die Kirche dieses Gebet dem Rosenkranz hinzugefügt und die Katholiken rezitieren es bis heute.

       Die Kirche hat auch die Devotion der Sühnekommunion an den ersten Samstagen aufgegriffen, die die Dame so erklärt hat:

       Ich verspreche in der Todesstunde beizustehen, mit all den für die Erlösung notwendigen Gnaden, all denen, die am jeweils ersten Samstag von fünf aufeinanderfolgenden Monaten: beichten und die Hl. Kommunion empgfangen, fünf Geheimnisse des Rosenkranzes rezitieren und mir in der Intention, mir gegenüber Genugtuung zu leisten, in der Meditation der 15 Geheimnisse des Rosenkranzes 15 Minuten Gesellschaft leisten.

       Wir unterbrechen hier, um nebenbei die merkwürdige Phrase am Ende der ersten beiden Teile des Geheimnissen zu bemerken: “In Portugal wird das Dogma des Glaubens immer bewahrt werden etc.” Dieser unvollständige Satz, der mit dem “und so weiter” endet, scheint in Lucias vierter Aufzeichnung ihrer Erinnerungen an die Erscheinungen auf. Das ist eine deutliche Einführung in eine weitere himmlische Weissagung, die weitere, hier nicht aufgezeichnete Worte der Muttergottes über den Zustand des Festhaltens am Dogma des Glaubens in der Welt enthält, unterschieden von Portugal im einzelnen, wo das Dogma des Glaubens bewahrt bleiben wird.

       Alleine dastehend scheint die Bemerkung über das Festhalten am katholischen Dogma in Portugal überflüssig und sogar sinnlos, denn sieser Satz folgt keineswegs logisch notwenigerweise aus den ersten beiden Teilen des Geheimnisses. Jeder anerkannte Fatimagelehrte schloss daraus, dass diese Phrase den Anfang eines dritten Teiles des Geheimnisses darstellt.

       Nachdem sie vom Himmel selbst eine Botschaft mit offensichtlich höchster Wichtigkeit für die Kirche und die ganze Menschheit empfangen hatte, wusste Lucia und ihre Cousins, dass sie eine göttliche Bestätigung brauchen würden, damit man ihnen glaubte. Während der Erscheinung am 13. Juli, fragte Lucia die Dame “uns zu sagen, wer Du bist und ein Wunder zu wirken, sodass jedermann glauben könnte, dass Du uns erscheinst.” Und die Dame antwortete: “Fahrt fort, jeden Monat hierher zu kommen. Im Oktober werde ich euch sagen, wer ich bin und was ich will, und ich werde ein Wunder wirken, das alle sehen und glauben können.”7 Die Dame wiederholte dieses Versprechen in weiteren Erscheinungen vor Lucia und den anderen Sehern am 19. August und dann wieder über der Cova am 13. September.

       Und so hatten sich die Leute in einer grossen Schar am 13. Oktober auf der Cova versammelt. Und genau zu der im Juli vorherhgesagten Stunde - 12 Uhr mittags, Sonnenzeit, 13:30 auf den Uhren in Portugal - beginnt es. Lucia befiehlt plötzlich den Leuten in der Menge, mitten in einem Platzregen, der die Cova in Schlamm verwandelt hat, die Schirme zu schliessen. Dann geht sie in Exstase und die Dame, die wieder erscheint, sagt Lucia zuerst, wer sie ist und was sie will, so wie sie versprochen hatte: "Ich will, dass hier zu meiner Ehre eine Kapelle gebaut wird, ich bin die Herrin des Rosenkranzes." Die Herrin ist die Muttergottes, die Jungfrau Maria, die von da an auch den Titel der Muttergottes von Fatima tragen wird. Die Kapelle wurde natürlich gebaut und dann wiedererrichtet, nachdem sie am 6. März 1922 durch eine, von den Freunden des freimaurerischen Bürgermeister von Ourem, gelegte Bombe in die Luft gesprengt worden war.8

       Und dann begann das Wunder. Wir bringen hier die Aussage eines Reporters, den man beim besten Willen nicht der Parteilichkeit in dieser Angelegenheit zeihen kann und mit gutem Grund! Es handelt sich um Avelino de Almeida, dem Chefredakteur von O Seculo, der grossen “liberalen,” antiklerikalen und freimaurerischen Tageszeitung Lissabons. Er sagt:

       Von der Strasse, wo die Kutschen eng zusammenderängt standen, und wo hunderte Personen geblieben waren, mangels der Courage, sich durch den schlammigen Boden weiter zu nähern, sahen wird die riesige Menge sich der Sonne, die auf ihrem wolkenlosen Zenith stand zuzuwenden. Sie schien eine Scheibe von Silber zu sein und es war möglich, in sie zu starren ohne jede Unannehmlichkeit. Sie brannte nicht in den Augen. Sie blendete nicht. Man könnte sagen, sie vollführte eine Eclipse. Und dann erklang ein mächtiger Schrei und wir hörten die Menge in unserer Nähe rufen: “Ein Wunder! Ein Wunder!...wunderbar....wunderbar!” Vor den geblendeten Augen der Leute, deren Verhalten uns in biblische Zeiten zurückwarf und die, erstarrt, Haupt unbedeckt, das Blau des Himmels betrachteten, zitterte die Sonne, sie machte seltsame und abrupte Bewegungen, ausserhalb der Gesetze des Alls, “die Sonne tanzte,” gemäss den typischen Ausdrücken der Bauern...9

       Von der antiklerikalen Presse vehement angegriffen, erneuerte Avelino de Almeida sein Zeugnis 15 Tage später in seiner Zeitschrift Illustração Portuguesa. Dieses Mal illustrierte er seinen Bericht mit einem Dutzend Photographien von der ekstatischen Menge und wiederholte einen Refrain in seinem Artikel: “Ich sah...ich sah...ich sah.” Und er schloss firm: “Wunder, wie die Leute schrien? Naturphänomen, wie die Experten sagen? Im Moment interessiert mich das nicht, Ich sage nur, was ich gesehen habe.... Der Rest ist eine Frage für die Wissenschaft und die Kirche.”10

       Samstag, der 13. Oktober beginnt für die Pilger als ein Bussmarsch, denn es hatte die ganze vorherige Nacht geregnet.

       Nun schaffte es dieser fast plötzliche Wetterumschwung, der die staubigen Strassen durch einen Platzregen in Schlammsümpfe verwandelte und für einen Tag die Milde des Herbstes durch die Strenge des Winters ersetzte, nicht, sie dazu zu bewegen, aufzugeben oder zu verzweifeln.11

       Im Vergleich der zahlreichen Augenzeugenberichte, können wir als eine Ergebnis der von allen gesehenen erstaunlichen Phänomene die diversen Blickpunkte unterscheiden. Für jedes einzelne dieser Phänomene wäre es möglich, gute zehn Seiten von Zeugen zu zitieren, was in sich schon ein beeindruckendes Buch ergeben würde.

       Hier ist die erste, von Dr. Almeida Garrett beschriebene Tatsache:

       Es muss gegen 13:30 Uhr gewesen sein, als genau an jenem Punkt, an dem sich die Kinder befanden, eine dünne, feine und bläuliche Rauchsäule aufstieg, die sich etwa zei Meter über ihre Köpfe erhob und dann verdunstete. Dieses, dem unbewaffneten Auge deutlich sichtbare Phänomen dauerte ein paar Sekunden. Nachdem ich nicht bemerkt hatte, wie lange es gedauert hatte, kann ich nicht sagen, ob es mehr oder weniger als eine Minute war. Der Rauch verzog sich abrupt und nach einiger Zeit passierte es ein zweites Mal und dann ein drittes Mal...12

       Während “der tiefe und schwere Himmel eine sehr dunkle Färbung hatte, geladen mit Feuchtigkeit, [die] einen einen reichlichen und lange andauernden Regen ergab,” stoppte der Regen während der Erscheinung abrupt. Der Himmel hellte sich sofort auf: “Die Sonne durchbrach triumphierend die dichte Wolkendecke, die sie bis dahin verborgen hatte und schien mit stechender Intensität.”13 Dieser abrupte Wetterumschwung überraschte sämtliche Augenzeugen: “Es war ein Tag mit schwerem Dauerregen. Aber einige Minuten vor dem Wunder hörte es auf zu regnen.”14

       Hier das Zeugnis von einem Arzt, einem Mann der Wissenschaft, betreffend die unerklärliche Versilberung der Sonne, die es ermöglichte, sie direkt ohne Schaden für die Augen zu sehen:

       Plötzlich hörte ich den Aufschrei von Tausenden von Stimmen und sah die ganze Menge sich in diesem weiten Raume zu meinen Füssen ausbreiten..... ihren Rücken zudrehen zu jenem Punkt, auf den bislang ihre ganze Aufmerksamkeit gerichtet war, um auf der anderen Seite in die Sonne zu sehen.... Ich wendete mich ebenfalls jenem Punkt zu, der ihre Blicke auf sich zog und ich konnte die Sonne sehen, wie eine sehr klare Scheibe mit ihrer scharfen Kante, die, ohne der Sicht zu schaden glänzte.... Man konnte das nicht mit der Sonne durch einen Nebel gesehen verwechseln (da war im Moment kein Nebel), denn sie war weder verschleiert noch matt. In Fatima behielt sie ihr Licht und ihre Hitze, sie stand klar am Himmel, mit einem scharfen Rand, wie ein grosser Spieltisch. Die erstaunlichste Sache war, dass man für längere Zeit in die Sonnenscheibe, brilliant mit Licht und Hitze, starren konnte, ohne den Augen weh zu tun, oder die Retina zu beschädigen.15

       Ähnlich das Zeugnis des Chefredakteurs von O Seculo:

       Und dann beobachteten wir ein einzigartiges Schauspiel, ein unglaubliches Schauspiel, unglaublich wenn Sie es nicht gesehen haben. Von oberhalb der Strasse... sehen wir wie sich die Menge der Sonne zuwendet, die an ihrem wolkenlosen Zenith erschien. Sie schien eine Scheibe von Silber zu sein und es war möglich, in sie zu starren ohne jede Unannehmlichkeit. Sie brannte nicht in den Augen. Sie blendete nicht. Man könnte sagen, sie vollführte eine Eclipse.16

       Ähnlich: "Die Leute konnten in die Sonne blicken, so wie wir auf den Mond schauen."17

       Man könnte die Berichte über die folgenden solaren Phänomene endlos ausdehnen, die ja sogar vom Chefredakteur einer weltlichen Zeitung beobachtet worden waren. Man bedenke die folgenden:

       Sie schüttelte und zitterte; sie schien wie ein Feuerrad.18

       Die Sonne drehte sich wie ein Feuerrad und nahm sämtliche Regenbogenfarben an.19

       Sie schien wie ein in sich drehender Schneeball.20

       Die perlenartige Scheibe hatte eine unsichere Bewegeung. Das war nicht das Sternenblinzeln in aller seiner Brillianz. Sie drehte sich um sich selbst mit beachtlicher Geschwindigkeit.21

       An einem bestimmten Punkt stand die Sonne still, dann begann sie wieder zu tanzen, sich zu drehen; sie stand wieder still und begann wieder zu tanzen.22

       Die Sonne nahm alle Regenbogenfarben an. Alles nahm dieselben Farben an: unsere Gesichter, Kleider und die ganze Erde selbst.23

       Ein Licht, dessen Farben von einem Moment zum anderen wechselten, wurde von den Leuten und den Dingen reflektiert.24

       Was danach geschah, ergibt wohl den erschreckendsten Teil des Wunders und einen mit tiefsten Implikationen für unsere Ära, in der der Mensch seine Fähigkeit, die ganze Welt mit Feuer vom Himmel zu zerstören, perfektioniert hat: die Sonne schien sich vom Himmel zu lösen, um auf die Erde zu stürzen.

       Plötzlich hörten wir einen Aufschrei, wie einen Ruf der Bedrängnis dieser ganzen Menge. Während sie ihre schnelle Bewegung der Rotation behielt, schien sich die Sonne in der Tat vom Firmament zu lösen und, blutrot, auf die Erde zu stürzen, indem sie uns drohte, mit ihrer Feuermasse auf uns zu stürzen. Das waren einige schreckliche Sekunden.25

       Ich sah die Sonne sich drehen und sie schien herabzusteigen. Sie war wie das Rad eines Fahrrades.26

       Die Sonne begann zu tanzen und in einem bestimmten Moment schien sie sich vom Himmel zu lösen und wie ein Feuerrad auf uns loszuschiessen.27

       Ich sah sie völlig herabsteigen, als würde sie auf der Erde aufschlagen. Sie schien sich vom Himmel zu lösen und auf uns zuzuschiessen. Sie hielt sich in einer geringen Entfernung über unseren Köpfen; aber diese Art Angriff war nur von kurzer Dauer.... Sie schien den Leuten sehr nahe und fuhr dann fort, sich in die Gegenrichtung zu bewegen.28

       Plötzlich erschien die Sonne mit ihrem Umfang deutlich abgezeichnet. Sie kam wie zur Höhe der Wolken herunter und begann in sich wirre zu rotieren, wie ein gefangener Feuerball. Mit einigen Unterbrechungen dauerte das ungefähr acht Minuten.29

       Sie schien plötzlich im Zickzack herunterzukommen und die Erde zu bedrohen.30

       Als wir die Sonne auf uns fallen sahen....31

       Endlich stand die Sonne still und jeder atmete einen Seufzer der Erleichterung.32

       Aus diesen Tausenden von Mündern hörte ich Rufe der Freude und der Liebe and die heiligste Jungfrau. Und dann glaubte ich. Ich hatte die Gewissheit, nicht das Opfer einer Suggestion gewesen zu sein. Ich hatte die Sonne gesehen, wie ich sie nie wieder sehen würde.33

       Eine weitere erstaunlich Tatsache: alle diese Leute, von denen die meisten bis auf die Knochen nass gewesen waren, stellten mit Freude und Verwunderung fest, dass sie trocken waren. Diese Tatsache wird im kanonischen Prozess von Jacinta und Francisco, die schliesslich am 13. Mai 2000 selig gesprochen wurden, bezeugt.

       In einem Moment, in dem man es am wenigsten erwarten würde, war unsere Bekleidung völlig trocken.34

       Mein Anzug trocknete in einem Augenblick.35

       Der Markgraf da Cruz, Mitglied der Akademie bezeugte wie folgt:

       Diese enorme Menge war völlig nass, denn es hatte ja ununterbrochen seit der Morgendämmerung geregnet. Aber - auch wenn das unglaubwürdig scheinen mag - nach dem grossen Wunder fühlte sich jeder wohl und fand seine Kleidung völlig trocken, der Gegenstand allgemeinen Erstaunens.... Die Richtigkeit dieser Tatsache wurde von Aberdutzenden Personen der völligen Vertrauenswürdigkeit, die ich seit ihrer Kindheit bestens gekannt hatte und die (1937) immer noch am Leben sind, sowie von anwesenden Personen aus mehreren Bezirken des Landes, mit grosser Ehrlichkeit garantiert.36

       In einer Hinsicht, ist das der hervorragendste Effekt des Wunders und der beste Beweis: Die Energiemenge, die nötig wäre, um diesen Trockenprozess auf natürliche Weise in so kurzer Zeit zustande zu bringen, hätte alle Anwesenden eingeäschert. Da dieser Aspekt des Wunders besonders krass den Naturgesetzen entgegensteht, kann auch kein Dämon dahinterstecken.

       Schliesslich gab es auch die moralischen Wunder der Bekehrung von vielen Leuten. In seinem Buch, Meet the Witnesses (Triff die Zeugen), schreibt John Haffert:

       Der Kapitän des Soldatenregiments auf dem Berg an diesem Tag - unter dem Befehl, das Versammeln der Menge zu verhindern - bekehrte sich augenblicklich. Anscheinend geschah das auch mit Hunderten von anderen Personen, wie ihre Zeugnisse beweisen werden.37

       Da gab es einen Ungläubigen, der den Morgen damit verbracht hatte, sich über die “Simpeln” lustig zu machen, die nach Fatima gegangen waren, nur um ein normales Mädchen zu sehen. Jetzt schien er wie gelähmt, mit seinen Augen auf die Sonne fixiert. Er begann von Kopf bis Fuss zu zittern, erhob seine Arme und fiel mit seinen Knieen in den Schlamm und schrie nach Gott.38

       Ich lebe 28 Kilometer von Fatima entfernt. Und im Mai 1917 erzählte man uns von diesen aussergewöhnlichen Erscheinungen, aber die Neuigkeiten erreichten uns mit einer Mischung aus der Phantasie der Leute. Natürlich glaubte ich nicht daran. Ich nahm ernstlich an, dass es sich nur um die Einbildung von jemandem handelte.... Auf die Bitten meiner Mutter hin, fuhr ich noch einmal im August zur Zeit der Erscheinung auf die Cova da Iria. Wieder kam ich entmutigt und enttäuscht zurück. Aber diesmal geschah etwas Ausserordentliches. Meine Mutter, die einen grossen Tumor in einem ihrer Augen gehabt hatte, war geheilt. Die Ärzte, die sich um sie gekümmert hatten, meinten, sie könnten sich diese Heilung nicht erklären. Ich glaubte trotzdem noch nicht an die Erscheinungen. Schliesslich, und wieder auf die Bitte meiner Mutter hin, fuhr ich am 13. Oktober nocheinmal auf die Cova da Iria.... Trotz dem, was meiner Mutter geschehen war, war ich enttäuscht und glaubte nicht an die Erscheinungen. Also blieb ich in meinem Wagen sitzen. Dann bemerkte ich plötzlich, dass ein jeder auf den Himmel blickte. Die natürliche Neugierde zog meine Aufmerksamkeit auf sich und ich stieg aus dem Wagen und blickte ebenfalls gen Himmel.... Von diesen Hunderten von Mündern hörte ich Worte des Glaubens und der Liebe an die selige Jungfrau. Und dann glaubte ich.39

       Eine Anzahl von weiteren Fällen von Heilungen und Bekehrungen sind, unter anderen, in den folgenden Büchern dokumentiert: Documentaço Crítica de Fátima und dem bereits zitierten Fatima from the Beginning.40

       Für diejenigen, die behaupten wollen, dass das Wunder ein Produkt einer “Massenhysterie” am Ort gewesen wäre, hat Gott Selbst eine fertige Widerlegung zustandekommen lassen: man konnte das Phänomen auch ausserhalb Fatimas beobachten. Völlig glaubhafte Zeugen, die von der Cova da Iria weit entfernt waren, erzählten, dass sie das unerhörte Schauspiel des Sonnentanzes genaus so gesehen hatten wie die 70.000, um die Stecheiche, wo die Jungfrau erschienen war, versammelten Pilger.

       Im kleinen Ort Alburitel, der etwas mehr als 16 Kilometer von Fatima entfernt ist, waren alle Einwohner in der Lage, sich der Vision des Sonnenwunders zu erfreuen.41 Die oft zitierte Aussage ist die von P. Inacio Lourenço, sintemal sie die detaillierteste ist. Aber was er aussagt gesehen zu haben, ist genau das, was alle die, von den Investigatoren befragten Ortsbewohner gesehen zu haben bestätigten.

       Die Zeugen des Ereignisses waren in der Tat unzählige, ihre Aussagen stimmen überein und wir haben Berge von Dokumenten, die sie hinterlassen haben.42

       Zunächst einmal erschienen zahlreiche Berichte in der portugiesischen Presse. Es ist bemerkenswert, dass die ersten, die Zeugnis ablegten, die antiklerikalen Reporter waren. Die drei Artikel von Avelino de Almeida - der vom 13. Oktober, unmittelbar vor dem Ereignis; dann der vom 15. Oktober, in Vila Nova de Ourem am Abend des 13. Oktobers redigiert; und ein dritter vom 29. Oktober - verlangen besondere Aufmerksamkeit. Trotz des verächtlichen Tones und der Voltairschen Ironie, die zum Teil den ersten Artikel inspirieren und trotz den erwarteten antiklerikalen Tönen, die immer noch im Artikel vom 15. vorhanden sind, sind diese Texte eines talentierten Reporters, der zudem noch ehrlich und gewissenhaft ist, historische Dokumente von allergrösster Wichtigkeit. Aber er war nicht der einzige, der Fakten berichtete, denn es waren auch andere Reporter auf der Cova da iria anwesend.

       Dann kamen die offiziellen Untersuchungen. Im November 1917 begann der Pfarrer von Fatima, gemäss der Anweisung von Bischof Joao de Lima Vidal, der damals in der erzwungenen Abwesenheit von Kardinal Mendes Belo apostolischer Administrator des Patriarchates Lissabon war,43 seine Untersuchung und befragte mehrere Zeugen in der Pfarre. Unglücklicherweise hielt er nur vier Aussagen schriftlich fest!

       Die Untersuchungen der Historiker kompensierten zum Glück die Nachlässigkeiten der offiziellen Investigatoren. Der Report von P. Formigao, der von Prof. Dr. José Maria de Almeida Garrett, Ordinarius der Wissenschaftsfakultät von Coimbra, einen sehr genauen Bericht erhielt, ist das wissenschftlich wertvollste Dokument in unserem Besitz.44 Zusätzlich haben wir noch die Berichte von P. de Marchi, Kanonikus Barthas, P. Dias Coelho, P. Richard und P. da Fonseca.

       1977 war es immer noch möglich, für die Kommemoration des sechzigsten Jahrestages der Erscheinungen, in Fatima mehr als dreissig Personen, die dem Sonnenwunder beigewohnt hatten und ihre Erinnerungen offenbaren konnten zu versammeln. Dank dieser zahlreichen Aussagen, ist es möglich, einen präzisen Zeitablaufskommentar zu rekonstruieren, der es uns erlaubt, von Minute zu Minuten diesen entscheidenden Tag, der sicherlich zun den wichtigsten in der Weltgeschichte gehört, nachzuleben. Tatsächlich ist die Evidenz für das Sonnenwunder von 13. Oktober 1917 so überwältigend, dass 1952 sogar Hollywood dafür garantierte, indem es den Klassiker mit dem Titel “Das Wunder der Muttergottes von Fatima” mit Gilbert Roland in der Hauptrolle - heute noch auf Video zu finden - veröffentlichte.

Die erste Kapelle der Muttergottes von Fatima, die genau an dem Punkt errichtet wurde, wo die Gottesmutter erschienen war. Sie wurde von antikirchlichen Kräften in Portugal am 6. März 1922 gesprengt. Die Photographie oben zeigt das von der Explosion stammende Loch im Dach. Die an anderer Stelle abgebildete Originalstatue der Muttergottes von Fatima war zu diesem Zeitpunkt providentiell nicht in der Kapelle.

Notes:

3 Dieses Kapitel ist grösstenteils wörtlich aus dem Buch: Bruder François de Marie des Anges, Fatima: Intimate Joy World Event, vol. I, The Astonishing Truth (Immaculate Heart Publ., Buffalo, N.Y. 1993), pp. 163-198. Anm. d. Übers.: Trotz des Risikos einer Wiederübersetzung, sind alle Texte, mit Ausnahme päpstlicher, direkt aus Rev. Kramers Buch übersetzt.

4 Schwester Lucia, Fatima in Lucia's Own Words, “Fourth Memoir” (Postulation Center, Fatima, Portugal 1976), p. 162; Bruder Michel de la Sainte Trinité, The Whole Truth About Fatima, vol.I. “Science and the Facts” (Immaculate Heart Publ., Buffalo, N.Y. 1989), pp. 181f, abgekürzt als Br. Michel, I, II, oder III.

5 Schwester Lucia, Fatima in Lucia's Own Words, “Fourth Memoir” (Postulation Center, Fatima, Portugal 1976), p. 104; Br. Michel, I., p. 182.

6 Schwester Lucia, Fatima in Lucia's Own Words, “Fourth Memoir” (Postulation Center, Fatima, Portugal 1976), p. 162; Martins, P. Antonio Maria (ed.), Memorias e cartas da Irma Lucia (Missoes Consolata, Porto, Portugal 1976), pp. 340f. In Schwester Lucias eigener Handschrift finden sich nach dem “etc.” keine “...”; Br. Michel, I., p. 182.

7 Br. Michel, I. pp. 180f.

8 Br. Michel, II., pp. 357f.

9 O Seculo, 15. Oktober 1917.

10 Illustraço Portuguesa, 29. Oktober 1917. Br. François, I, p. 164.

11 Ibidem.

12 Br. François, I, pp. 171f.

13 Ibidem.

14 Ibidem. Zitiert wird Alfredo da Silva Santos.

15 Ibidem, pp. 172f. Zitiert wird Dr. Almeida Garrett.

16 O Seculo, 15. Oktober 1917.

17 Br. François, I., p. 173. Zitiert wird Maria do Carmo.

18 Br. Michel, I., p. 337. Zitiert wird Maria da Capelinha.

19 Br. François, I., p. 178. Zitier wird Maria do Carmo.

20 Ibidem. Zitiert wird P. Inacio Lourenço.

21 Ibidem. Zitiert wird Dr. Almeida Garrett.

22 Ibidem. Zitiert wird Ti Marto.

23 Ibidem. Zitiert wird Maria do Carmo.

24 Ibidem. Zitiert wird Dr. Pereira Gens.

25 Ibidem. Zitiert wird Dr. Almeida Garrett.

26 Ibidem. Zitiert wird John Carreira.

27 Ibidem, p.178f. Zitiert wird Alfredo da Silva Santos.

28 Ibidem, p.179. Zitiert wird Maria do Carmo.

29 Br. Michel, I., pp. 337. Zitiert wird P. Pereira da Silva.

30 Ibidem, p.339. Zitiert wird P. Inacio Lourenço.

31 Ibidem, p.340. Zitiert wird P. John Gomes.

32 Ibidem. Zitiert wird Maria da Capelinha.

33 Br. François, I., p. 179. Zitiert wird Mario Godinho, ein Ingenieur.

34 Ibidem. Zitiert wird Maria do Carmo.

35 Ibidem. Zitiert wird John Carreira.

36 Br. Michel, I., p. 340. Cf. Fr. John de Marchi, IMC, Fatima from the Beginning (Missoes Consolata, Fatima, Portugal 1981), p. 141; Joseph A. Pelletier, AA, The Sun Danced at Fatima (Doubleday, New York 1983), pp. 129f.

37 John M. Haffert, Meet the Witnesses (AMI International Press, Fatima, Portugal 1961), p. 62. Dieses Buch wurde mit einem Imprimatur des Bischofs von Leiria in Portugal veröffentlicht und verhilft uns zu glaubhaften, direkten Aussagen einer Vielzahl von Zeugen des Sonnenwunders.

38 Ibidem, p.65. Zitiert wird P. Inacio Lourenço.

39 Ibidem, pp. 86-89. Zitiert wird der Ingenieur Mario Godinho.

40 Documentaço Crítica de Fátima, vol. II. (Santuário de Fátima, 1999), pp. 277-372. Hier werden 17 Fälle dokumentiert.

41 Anm. d. Übers.: Auch das blitzartige Austrocknen der völlig durchnässten Kleidung kann unmöglich Einbildung oder Suggestion gewesen sein.

42 Unter den Referenzen befinden sich: Documentaço Crítica de Fátima, vol I. (Santuário de Fátima 1992), p. 408; Br. Michel, I., pp. 330ff.; John M. Haffert, Meet the Witnesses (AMI International Press, Fatima, Portugal 1961), pp. 62-89; Fr. John de Marchi, IMC, Fatima from the Beginning (Missoes Consolata, Fatima, Portugal 1981), pp. 135-142.

43 Cf. Br. Michel, I, p. 280.

44 Novos Documentos de Fatima (Loyola ed., So Paulo, Brazil, 1984), pp. 60-63.


          

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